Der Diktator (2012)

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Filmherum:3.5/53.5 von 5 Sterne von Dominik
Besucher: 1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne 3,33 von 5 Sterne bei 3 Bewertung(en)

Sacha Baron Cohen ist ein Blödel und ein Schwein. Im positiven Sinne versteht sich. Und wenn es um aufrührerischen Humor geht, ist er der wohl ungekrönte König. Er schlägt gerne über die Stränge und kennt scheinbar keine Grenzen. Man muss nur immer hoffen, dass jeder seine Taten mit dem Augenzwinkern sehen kann, das er herausfordert…

In „Der Diktator“, der vom bisherigen Mockumentary-Stil (Bsp.: „Borat“) abweicht, spielt er einen Diktator. Wer hätte das gedacht? Dabei verachtet er Frauen, unterdrückt Minderheiten und hetzt gegen Schwache. In der hier dargebotenen Spielfilmform wirkt der Spaß hart, aber nicht ernst. Man merkt Sacha Baron Cohen an, dass das, was er darstellt, eine Witzfigur sein soll und man ihn nicht ernst nehmen soll und darf. Probleme damit dürften allerdings immer noch all jene haben, die bei „Borat“ oder „Brüno“ Reißaus nahmen.

Ich für meinen Teil lache gerne und oft über seine Art und die harten Sprüche. Wenn es dann allerdings zu Szenen wie das Lecken von Achselhaaren kommt, stellen sich mir die auf dem Kopf auf. Aber was soll’s, denn wenn man über ein paar Ausrutscher hinweg sehen kann, erwartet einen genau das, was man von ihm erwarten darf: Harte Fakten verpackt in Sarkasmus pur.

Sacha Baron Cohen übt mit „Der Diktator“ allerdings nicht nur Kritik an den unzähligen Unterdrückern aus, die immer noch da draußen lauern, sondern ebenso an Staatsmechanismen generell oder den Medien. Ja, er ist dabei frech. Aber ist er auch unfair? In meinen Augen nicht. Oft spricht er einfach nur die Wahrheit aus, die keiner hören will. Und da das allen bewusst ist, muss man sich selbst eingestehen, dass der Film eigentlich relativ unnötig ist und nur zur Belustigung all jener dient, die den „Komiker“ mögen und schätzen.

Bevor ihr nun zum Fazit springt, gibt es noch einen großen Pluspunkt: Die zahlreichen Nebendarsteller, allen voran Ben Kingsley, sorgen für einige großartige Momente, die den Film definitiv besser machen, als er eigentlich ist.

Fazit

Der Stil ist anders, der Inhalt gleich. Sacha Baron Cohen bleibt seinem Motto treu und präsentiert uns Kritik an allem und jedem, verpackt in einem anderen Kostüm.

Diese Filmkritik ist Teil meines Tests von Videoload.

Dominik

Genius, billionaire, playboy, philanthropist. Nearly.Mehr zu mir.

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3 Responses

  1. Ui, doch so gut bewertet… Ich fand zwar auch, dass die Nebendarsteller den Film aufgewertet haben, aber ich glaube mich haben einfach die Achselhaar-Szenen und die Onanie-Zoten mehr gestört, denn mich konnte der Film – trotz manchen wirklich großartigen Ansätzen – nicht wirklich überzeugen.

  2. donpozuelo sagt:

    Ich muss mich da dem Wulf anschließen. Fand den Film jetzt auch nicht soooo überzeugend. Es waren wirklich ein paar nette Ideen dabei, gerade der Anfang war echt zum Brüllen oder die Hubschrauber-Szene… Ich habe nur nicht verstanden, warum Cohen von seinem Mockumentary-Stil wegging. Das hätte bei diesem Film bestimmt mehr Sinn gemacht.

  3. Sacha Baron Cohen spaltet sowieso die Gemüter. Ich glaube, dass man sich da lange streiten kann, ob er nun gut oder schlecht ist.

    Das mit dem Weggang vom Mockumentary-Stil ist ein mutiger Schritt. Vll. nicht in die richtige Richtung, aber immerhin ist er offen für „neues“.

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