Der blutige Pfad Gottes 2 Filmkritik

Filmherum:2.5/52.5 von 5 Sterne von Dominik
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3,00 von 5 Sterne (1 Bewertung(en))

Als Hirte erlaube mir, zu dienen mein Vater dir. Deine Macht reichst du uns durch deine Hand, diese verbindet uns wie ein heiliges Band. Wir waten durch ein Meer von Blut, gib uns dafür Kraft und Mut. E nomine patris, et filii et spiritu sancti.

Gestern habe ich endlich den blutigen Pfad Gottes 2 gesehen. Die Fortsetzung zu einem meiner absoluten Lieblingsfilme. Die Erwartungen waren unermesslich hoch. Schließlich ging das Original-Team von 1999 wieder auf Selbstjustiz-Verbrecherjagd. 10 Jahre (!) nach dem Erstlingswerk stehen Blu-ray und DVD von Teil 2 im Regal. 10 Jahre sind vergangen. Wie die Zeit rennt… Was man den beiden „Helden“ auch ansieht. Hat sich das Warten gelohnt? Hat sich das Ausleihen aus der Videothek gelohnt? Sind die MacManus-Brüder so gut wie eh und je?

Zumindest obiges Zitat kommt oft genug in der Fortsetzung vor. Schließlich wollen die bösen Jungs ja ordnungsgemäß hingerichtet werden. So ist der Verlauf eines Überfalls der beiden Jungs haargenau so, wie in Teil 1. Man sieht noch, wie sie einen Plan aushecken. Kurz danach ein Schnitt auf die FBI-Ermittlerin (ja, diesmal eine Frau). Sie setzt im Kopf alles genau so zusammen, wie es war. Die Gedankenspiele erscheinen kurz daraufhin in unerträglicher Zeitlupe mit Musik im Hintergrund. Nein, besser „mit Musik im Vordergrund“. Denn Schussgeräusche sucht man diesmal vergeblich. Wo in Teil 1 die Shootouts noch etwas besonderes waren, sind diese einfach nur langweilig und bei weitem nicht so brutal wie in Teil 1. Gegner in Zeitlupe mit Musik über den Haufen zu ballern reicht heutzutage einfach nicht mehr.

Ich möchte gleich mal dabei bleiben, mich zu beschweren. Warum in Gottes Namen (wie passend… :mrgreen:) muss der Film haargenau so aufgebaut sein, wie der erste Teil? Der Verlauf der Story, die Schießereien, die ewige „verfickte Scheiße“-Schimpferei. Es nervt, und zwar gewaltig. Teil 1 war überwältigend, etwas besonderes. Teil 2 ist einfach nur ok. Ein 08/15-Actionfilm. Man hätte nicht mal die Originalbesetzung hierfür benötigt. Wo ich gleich mal zur neuen Ermittlerin komme, die Willem Dafoe natürlich nicht im geringsten das Wasser reichen kann. Ich fand sie einfach nur nervig. Sehr nervig. Auch der neue mexikanische Freund der beiden Brüder. Anfangs noch cool und stark, doch dann urplötzlich der Depp. Ja, einfach nur der Depp. Dumme Sprüche, der ewige Schisser – einfach nur nervig.

Kommen wir auch kurz noch zu Noah, der natürlich wieder mit von der Partie ist. Im Film wird durch Rückblenden stetig erzählt, wie Noah zu dem Killer wurde, der er ist. Machte für mich den Charakter total kaputt. War er in Teil 1 noch der skrupellose Killer, der aus dem Nichts erschien, ist er jetzt der rachesüchtige Sohn. Ich fand das große Rätsel um ihn, das beim ersten Film entstand, einfach nur super. Warum muss immer alles erklärt werden?

Zum Guten:

(Achtung, das wird kurz!) Der Film hat natürlich auch seine guten Momente. Unter anderem tolle Sprüche, die man aber leider an einer Hand abzählen konnte. Die Musik war insgesamt gut. Man hat sich an Teil 1 orientiert, was hier zumindest nicht falsch war. Die vielen Darsteller aus Teil 1, allen voran die 2 Brüder.

Fazit

Auch wenn man jetzt meinen könnte, es handelt sich um die schlechteste Fortsetzung aller Zeiten, so habe ich mich doch gefreut, die MacManus-Brüder wieder zu sehen! Klar war vieles schon mal da, und die verhunzten Shootouts machen noch mehr kaputt als der neue Mexikaner allein könnte. Trotzdem hatte ich Spaß beim Ansehen. Vielleicht nicht unendlich viel, aber ein gewisser Spaß-Faktor war da.

Ein Film, den man gesehen haben kann. Besser als viele andere Action-Filme. Aber bei weitem nicht die erhofft geniale Fortsetzung.

P. S. Irgendwann soll noch eine über 20 Minuten längere Fassung erscheinen, die angeblich viele Handlungslücken schließen soll. Ob das so gut ist..?!

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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