Das hält kein Jahr..! (2013) Filmkritik

Filmherum:3/53 von 5 Sterne von Dominik
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3,00 von 5 Sterne (3 Bewertung(en))

Nennen wir es umgedrehtes „Hangover“. Denn „Das hält kein Jahr..!“ handelt nicht vom „Abschuss“ vor der Hochzeit, sondern von dem danach. Dementsprechend möchte ein frisch verheiratetes Pärchen nichts lieber als die Scheidung. Verrückt…

Nat und Josh kennen sich nur wenige Monate, doch das scheint zu genügen, um vor den Traualtar zu treten. Was erst nach Friede, Freude, Eierkuchen aussieht, entpuppt sich schnell als Hass-Beziehung ohne Besserung. Und so läuft die Einführungsphase dermaßen schnell ab, dass man sich bereits wenige Minuten später mit den beiden bei der Ehetherapie befindet. Dort lassen sie Geschehenes Revue passieren und erkennen immer mehr, dass eine Scheidung wohl der beste Weg zur Besserung ist.

Ihr lest es sicherlich raus: Normal ist was anders. Und so kann man „Das hält kein Jahr..!“ auch nicht als Liebeskomödie bezeichnen, da der Film letztendlich vom Fremdgehen und der Scheidung handelt. Ziemlich schnell schaffte ich es aber, für mich persönlich das Wort Liebe aus Liebeskomödie zu streichen und mich darauf zu besinnen, dass es sich hier um eine reine Komödie handelt. Und damit lag ich nicht einmal so falsch. Der Humor ist allerdings tatsächlich ähnlich zu dem von „Hangover“ oder „Scary Movie“. Bitterböse und manchmal auch eklig, wofür unter anderem Josh’s bescheuerter Kumpel sorgt. Dazu gesellen sich allerlei abstruse Charaktere, die entweder selbst in völlig verdrehten Ehen „gefangen“ sind oder partout keine Frau abbekommen.

Ich möchte nicht einmal abstreiten, dass das Leben diverser Leute anders abläuft, aber die Darstellung im Film ist schon sehr übertrieben. So ist Josh (Rafe Spall) ein wirklich unglaublich dummer Mensch. Und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es so jemanden in Wirklichkeit gibt. (Falls doch, nein, du brauchst dich nicht bei mir zu melden.) Charakterentwicklung gibt es sozusagen gar nicht und auch sonst wirkt absolut alles aufgesetzt, selbst ein paar nette – wenn auch unnötige – Anspielungen wie die oben stehende Klobrille. Ich möchte allerdings auch nicht behaupten, dass es Sinn des Films ist, überhaupt irgendwie Sinn zu ergeben. Und so sieht man den Darstellern zu jeder Sekunde an, dass sie Spaß daran hatten, sich anspruchslos auszuleben.

Man muss sich einfach auf diesen schrägen Klamauk einlassen können, denn nur dann besteht die Möglichkeit, stellenweise herzlich mitzulachen.

Den Film habe ich mir auf Blu-ray angesehen, die am 19. September 2013 erscheint. Mein Highlight: Die Outtakes, die nochmal um einiges besser sind als der Film.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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1 Response

  1. donpozuelo sagt:

    Ja, ging mir ähnlich. Manche Witze wurden meiner Meinung auch viiiiel zu lange ausgereizt – etwa die Taube oder der Dreier. Und in manchen Situationen war dann auch nur noch fremdschämen angesagt. Eigentlich ganz nett, aber nichts, dass eines wirklich umhaut…

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