Das erstaunliche Leben des Walter Mitty (2013) Filmkritik

Filmherum:5/55 von 5 Sterne von Dominik
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3,00 von 5 Sterne (7 Bewertung(en))

Amerika, Grönland, Island, Afghanistan – ich war unterwegs, mit Walter Mitty. Nun bin ich zurück aus einem wortwörtlich erstaunlichen Kinoerlebnis, das man Ben Stiller sowohl als Schauspieler, als auch als Regisseur nicht zugetraut hätte. Mit „Das erstaunliche Leben des Walter Mitty“ beweist er endgültig sein Geschick für wunderbare Filme, die den Titel „Feel-Good-Movie“ zurecht tragen.

Das LIFE-Magazin schließt seine Pforten und der anfangs unscheinbare Walter Mitty versucht erst seine Arbeitsstelle zu retten, im weiteren Verlauf allerdings etwas viel wichtigeres, sich selbst. Mit dem Ziel der Liebe vor Augen weichen seine Tagträume nach und nach realen Abenteuern, die einen neuen und selbstbewussteren Menschen schaffen. Und wenn man als Zuschauer genau dieser Geschichte folgt, bleibt ein zufriedenes Lächeln auf dem Gesicht zu wirklich keiner Minute aus. Diese wohltuenden Gesichtszüge haben wir einem Schauspieler zu verdanken, der in diesem Film positiv überrascht. Ben Stiller scheint die ewigen Blödel-Rollen endgültig hinter sich gelassen zu haben und macht einen großen Schritt hinein in das wahre Leben. Und obwohl man so manch eine Szene nur mit einem leichten (und geforderten) Augenzwinkern hinnehmen kann, fühlt sich „Das erstaunliche Leben des Walter Mitty“ realer und damit schöner an, als vieles, was ich bisher sehen durfte. Im gleichen Atemzug dürfen natürlich auch die weitläufigen und teils beeindruckenden Naturaufnahmen nicht unerwähnt bleiben, die im Einklang mit dem wundervollen Soundtrack einen Hochgenuss für die Sinne darstellen.

Um noch einmal auf die besagten und wegweisenden Tagträume zurückzukommen, diese nehmen im Film nur einen kleinen Stellenwert ein, wissen durch ihre charmante Abstrusität allerdings sehr zu gefallen. Und so erlebt man mehrere Facetten, einerseits am Film und andererseits bei den durchweg begeisterungsfähigen Darstellern, die mit einem immer-coolen Sean Penn perfekt abgerundet werden.

Ich selbst bin von „Das erstaunliche Leben des Walter Mitty“ mehr als nur begeistert, da ich mich am Ende einfach nur wohl und geborgen fühlte. Und damit ist er gefunden, der Feel-Good-Movie 2014. Und das will bei einem Kinostart am 1. Tag des neuen Jahres etwas heißen..!

Zusammenfassend kann also gesagt werden: „Das erstaunliche Leben des Walter Mitty“ ist soviel mehr als „nur“ ein schöner Film, er vermittelt die wichtigste aller Nachrichten, verpackt in zeitlos-schönem Gewand: Lebe das Leben!

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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6 Responses

  1. donpozuelo sagt:

    Jaaa… da sind wir uns doch gleich zu Beginn des neuen Jahres wieder einmal sehr einig. Ich fand den Film auch einfach nur toll! Und ich muss sagen, ich hätte Stiller so einen Film ehrlich gesagt, nicht unbedingt zugetraut. Aber er ist wirklich toll geworden!

    • Dominik sagt:

      Und das schöne daran: Ich werde ihn mir diese Woche noch einmal ansehen. Eine Seltenheit, die nur den besten Filmen vorbehalten ist. Fühle dich geehrt, Ben. 😉

  2. ERGO sagt:

    Der Feel-Good-Movie 2014! Definitiv!

    Ich wußte, dass Ben Stiller mehr kann als „Nachts im Museum“ und „Tropic Thunder“. Ich hoffe da kommen in Zukunft mehr „Mitty-Like“-Filme.

    • Dominik sagt:

      Tropic Thunder muss ich dennoch irgendwann nachholen. Interessiert mich einfach. Ziemlich lustig fand ich damals übrigens Voll auf die Nüsse, oder wie der hieß. Keine Ahnung, ob er mir heute noch gefallen würde.

  3. Yvonne sagt:

    Vielen Dank für die tolle Filmkritik! Deinem Lob kann ich mich nur anschließen (und tue das auch hier: http://www.leselink.de/filme/komoedie/das-erstaunliche-leben-des-walter-mitty.html ). Hier geht’s ganz märchenhaft um den Sinn des Lebens.

    Zu Tropic Thunder: Der ist natürlich nicht besonders tiefsinnig, aber die Tanzszene mit Tom Cruise ist mir noch nach Jahren im Gedächtnis :D.

  4. Friendly sagt:

    „Mitty“ ist ein echter Mutmachfilm, der mir gar nicht schlecht gefallen hat. Problematisch (ich Erbsenzähler) sind ein paar Ungereimtheiten: Warum war der Langeweiler Walter in der Jugend ein cooler Skaterboy? Warum um alles in der Welt vertauscht der isländische Junge sein Longboard gegen eine Actionfigur? Hallo? Wisst Ihr, was ein Longboard kostet? Nicht so recht überzeugen konnte der bärtige Unsympath als Unternehmensberater/Sanierer. Die sind meiner Erfahrung nach schlauer und deshalb auch freundlicher…
    Grüße,
    Friendly

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