Condorman (1981) Filmkritik

Filmherum:4/54 von 5 Sterne von Dominik
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(1 votes, average: 3,00 out of 5)

„Condorman“ – dieser Film bedeutet für mich Kindheitserinnerungen. 2 Jahre vor meiner Geburt erschien Condorman, ein Möchtegernagent, Comiczeichner und Superheld, sowie vermutlich größter und tollpatschigster Glückspilz der Welt. Der Disney-Klassiker weiß mich auch heute noch zu begeistern. Die Frage ist nur, ob es an den Kindheitserinnerungen oder einem wirklich amüsant-gelungenen Film liegt…

Woody Wilkins (Michael Crawford) ist eigentlich Comiczeichner und Schöpfer der Figur Condorman, zu der er alsbald selber wird, als er für seinen besten Freund – einen CIA-Agenten – einen Auftrag in Istanbul erledigen soll. Seine Kontaktperson in Istanbul möchte daraufhin überlaufen und verlangt den Mann mit dem Codenamen Condorman. Fortan ist Woody sozusagen festes Mitglied der CIA. Mit viel Glück und unzähligen Gadgets übersteht er jede noch so ausweglose Situation – und natürlich kommt der Humor dabei nie zu kurz.

Ach wie schön, wenn Woody seine Flügel ausbreitet und sich im Condorman-Kostüm vom Eiffelturm stürzt. Er fliegt und dabei erkennen wir die geschickte Kamera- und Tricktechnik der 80er. Eine Mischung aus Nahaufnahme mit billig eingefügten Hintergründen und auch heute noch beeindruckenden Fernaufnahmen eines fliegenden Condor-Mannes. Da werden Erinnerungen an die wilden 80er wach. Disney vermochte es auch damals schon einen Superhelden – erstens – geschickt in Szene zu setzen und – zweitens – die großen Agentenklassiker wie 007 gleichermaßen zu würdigen und auf den Arm zu nehmen.

Man muss den 80er-Humor mögen, denn genau diesen findet man im Film vor. Dazu eine Geschichte, die schlichtweg einer endlosen Verfolgungsjagd dienlich ist. Außerdem diese typisch-untypische Charakter(über)zeichnung. Ach, ich mag das weil ich es damals schon mochte. Würde so ein Film heute das Licht der Welt erblicken, gehörte dieser ziemlich schnell in die Schublade Trash – soviel muss klar sein. Wobei, Trash ist nicht das richtige Wort. Der Film ist alt, meiner Meinung nach aber in Würde gealtert. Die Verfolgungsjagden, allen voran die Autoverfolgungsjagd sieht immer noch klasse aus und macht viel Spaß durch dieses Bond-Inspektor-Gagdet-Feeling. Außerdem mag ich Michael Crawford in der Rolle des Condorman ungemein. Er ist einfach ein absoluter Sympathieträger.

Kinder der 70er und 80er – ihr werdet diesen Film mögen, versprochen. Er verspricht Spaß, Action und frühes Superhelden-Feeling verpackt in einem äußerst sehenswerten (Agenten-)Gewand. Ich liebe diesen Film, erachte ihn aber deshalb nicht zwangsweise als rundum perfekt. Aber so ist das doch immer, man muss Sachen – allen voran Filme – nicht aufgrund ihrer Perfektion lieben, sondern verbindet diese mit Gefühlen und Erinnerungen, die letztlich dazu führen etwas zu lieben oder zu hassen.

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Würde ich mir den Film noch einmal ansehen? Ja, ja und nochmal ja.

PS2: Das Intro mit dem Comic-Condorman ist immer noch großartig.
PS3: Mag mir zufällig jemand den Soundtrack schenken? Der geht für über 80 EUR über die Ladentheke. 😯
PS4: Kaufe ich mir irgendwann für Uncharted 4. 😉

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan… Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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1 Response

  1. 4. Mai 2015

    […] Dominik Höcht auf Filmherum […]

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