Blood Ties (2013) Filmkritik

Filmherum:5/55 von 5 Sterne von Dominik
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5,00 von 5 Sterne (1 Bewertung(en))

Back to the 70s! Selten hatte ich bei einem Film dermaßen den Wunsch in einer anderen Zeit als Erwachsener zu leben, als bei diesem. „Schuld“ daran sind u. a. die großartige Optik mitsamt den alten Autos und Kostümen, sowie die Verhaltensweisen und die damit einhergehende Lebensart, die mehr als treffend eingefangen wurde.

Chris (Clive Owen) und Frank (Billy Crudup) sind Brüder, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Der eine ein Cop, der andere ein Verbrecher. Frank ist dieser Cop und müsste eigentlich seinen Bruder Chris, nachdem dieser erst kürzlich aus dem Gefängnis entlassen wurde, sofort wieder einsperren. Wäre da nur nicht die unüberwindbare Geschwisterliebe, die sichtlich ganz tief unter der harten Schale beider schlummert.

Harter Kern, weiche Schalte?

Blood Ties dreht das Sprichwort um. Clive Owen und Billy Crudup spielen die hassverliebten Brüder mit einer Hingabe, dass mir die Kinnlade runterfiel. Jede Sekunde ihres Actings kaufte ich ihnen ohne groß darüber nachzudenken ab. Es macht unheimlich Spaß den beiden bei der Arbeit zuzusehen, während weitere Topdarsteller wie Mila Kunis, James Caan oder Marion Cotillard sowohl Story als auch Stimmung unterstützend vorantreiben. Blood Ties ist ein zumeist ruhiges, aber darstellerisches Meisterwerk, eingehüllt in die verwaschenen Farben der 70s.

Grundsätzlich handelt der Film von der Wechselwirkung der beiden Brüder, beschränkt sich aber nicht nur darauf. Das solide Grundgerüst wird durch zahlreiche Nebenstränge erweitert, die sich harmonisch ins Geschehen einfügen. So verfolgt man zahlreiche Gespräche und Entwicklungen, gleichzeitig aber auch selten eingestreute Action, die auf ihre Art sehr zu gefallen weiß.

Der Soundtrack läuft

Während ich diese Zeilen schreibe, läuft der Soundtrack zum Film im Hintergrund und entführt mich unwissentlich in eine Zeit, die ich so gar nicht kennen kann. Durch Blood Ties allerdings erhielt ich einen äußerst guten und vermutlich auch originalgetreuen Einblick in eine Zeit ohne Smartphones, in der Männer noch Männer waren. Ein herzliches Dankeschön für dieses Meisterstück an Regisseur Guillaume Canet.

Fazit

Grandios gespieltes und durchweg überzeugendes Geschwisterdrama inmitten der 70s.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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3 Responses

  1. donpozuelo sagt:

    Jawohl ja!!! Mein Reden! Ich würde zwar nicht unbedingt die volle Punktzahl raushauen, aber das ist schon ein wirklich guter Film!

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