Battleship (2012) Filmkritik

Filmherum:1.5/51.5 von 5 Sterne von Dominik
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2,63 von 5 Sterne (8 Bewertung(en))

Es ist so: Man hat tatsächlich versucht, ein „Brettspiel“ zu verfilmen. Und tatsächlich gibt es ähnliche „Spielzüge“ sogar im Film. Doch „Battleship“ hat noch weitaus mehr zu bieten. Unter anderem zahlreiche, mehr oder weniger motivierte, Darsteller, denen vor allem das Drehbuch einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Schließlich ist es so, dass ein paar Außerirdische auf die Erde kommen und scheinbar nur ein paar Schiffe die Welt retten können. Dass dabei ganz wenig Platz für sinnvolle Dialoge ist, war mir bereits nach den ersten Minuten klar. Und obwohl sich „Battleship“ scheinbar selbst nicht ernst nimmt, ist der Film einfach nur doof, dafür aber effekttechnisch allererste Sahne.

Natürlich muss ich ein paar Worte über die Darsteller verlieren, die problemlos auch andere hätten sein können. Taylor Kitsch zum Beispiel sieht mit kurzen Haaren ungefähr so aus, wie er auch spielt. Schlecht. Rihanna bekam meiner Meinung nach zuviel Screentime spendiert. Das tat dem Film nicht wirklich gut, hat aber aufgrund der allgemeinen darstellerischen Leistungen das bereits übergelaufene Fass nicht weiter strapaziert. Zudem habe ich zum ersten Mal in meinem Leben gesehen, dass Rihanna eine furchtbar breite Nase hat. Also hat sich das Ansehen doch irgendwie gelohnt. Der Rest der „Crew“, mitsamt Liam Neeson, gehört sich einfach nur versenkt. Aber man soll sich ja nicht darüber aufregen. Wer „Battleship“ sieht, bzw. ansehen will, muss sich darüber im klaren sein, dass er einen völlig hirnlosen Actionfilm mit tollen Effekten ansieht. Dabei sind eben nicht nur die Aliens, sondern auch zahlreiche Darsteller lediglich als Kanonenfutter geeignet.

Sehr amüsiert habe ich mich zudem über den Soundtrack. Dieses halbgare Techno-Rock-Score-Geblubber, das die Nerven strapazieren will und es auch schafft. Allerdings nicht im (gewünscht) positiven Sinne. Und wo ich schon bei den Nerven bin. Hin und wieder kam sogar ein klein wenig Spannung auf, auch wenn im Endeffekt jeder Schritt vorhersehbar und das Ende irgendwie total (Taylor) Kitsch-ig ist.

Fazit

„Battleship“ hat mich selbst für einen Nur-Actioner nicht begeistert und ich werde mir den Film nicht nie mehr ansehen, auch wenn die Effekte mitsamt gelungenen Surround-Einsätzen tatsächlich eine tolle Präsentation für das Heimkino hergeben würden.

PS: „Battleship“ gibt es seit heute auf Blu-ray und DVD.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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7 Responses

  1. Owley sagt:

    Ach, das ist doch einfach ein doofer Actionrummsdibummser. Hirnlos aber geil umgesetzt (technisch und akustisch). Mir gefiels und darum hab ich gerade 5 Sterne gesetzt, damit deine Wertung daneben noch viel bescheuerter wirkt. 😀

  2. donpozuelo sagt:

    Hab ich mich immer vor gedrückt. Ich schätze mal, ich werde mit „Battleship“ so verfahren wie mit den „Transformers“-Filmen: Wenn’s mal im TV kommt, dann schaue ich es mir vielleicht an 😉

  3. donpozuelo sagt:

    Bei so einer Bewertung kommt es mir dann auf den Sound auch nicht mehr so sehr an. Dadurch wird der Film auch nicht wirklich besser 😉

  4. Dominik Schuierer sagt:

    Ich muss sagen, ich habe die Macher schon irgendwie „bewundert“: So ein hirnloses Spiel wie „Schiffe versenken“ verfilmen zu wollen… Meine erste Reaktion war „waaaaaaaas?“.

    Da ich vom dem Film absolut nichts erwartet hatte, fand ich ihn lustig. Die erste Viertelstunde ist (wie das Ende) grausig amerikanisch.

    Der Rest war für mich einigermassen erträgliche Action. Allerdings hätte dem Streifen etwas Selbstironie gut gestanden!

    Ich sage immer: „2-3 Bier helfen bei dem Film“ (vielleicht brauchts auch mehr!)

  5. Moin.

    Ich habe den Film heute geschaut. Eigentlich ist der gar nicht mal so schlecht. Naja, der Streifen ist schon extrem amerikanisch, aber mich hat es eh nicht gewundert, dass die „Aliens“ (oder eher „Wassermenschen“) mal wieder ein Auge auf Amerika geworfen haben. Immerhin beginnt dort ja immer der Weltuntergang, hehe.

    Anyway ..

    Der Sound war ziemlich cool. Die Soundmixer haben 3 Wochen lang Schussgeräusche und Wassereffekte studiert. Das merkte man auf jeden Fall. Streckenweise war der Film sogar ganz lustig gemacht. Dennoch gab es einen grossen Cut, der mir nicht ganz logisch schien. Der langhaarige Nichtskönner mutiert in nur einem Schnitt zum Commander Of The Ship mit kurzen Haaren und blondem Anhang. Strange.

    Was ich richtig top fand war der langsame Schritt zur Sichtung der „Aliens“. Als die Battleships auftauchten, konnte man in einem Schnitt deutlich so eine Art Cockpit erkennen. Das liess auf mehr persönlichen Feindkontakt hoffen.

    Das beste Feature am Film?

    Die Aliens hatten weder Fazer/Tazer?!, noch super Schutzschilde oder übertriebene Waffentechnik. Alles, was aus den Rohren der Aliens kam war ballistisch und somit für mich als Syfy-Verächter ein Traum. Endlich mal kein Rumgezirpe durch Laserwaffen oder sonstigen Mist. Einfach ein Geschützturm wo pures Blei rauskam. So etwas habe ich bei einem „ET-Film“ noch nie gesegen, oder zumindest ist mir keiner bekannt.

    Mein Fazit: Den Film kann man durchaus auch im nüchternen Zustand schauen. Dennoch ist das Ende so extrem amerikanisch, dass dieses „War-Ja-Klar-Feeling“ aufkommt. Aber auf jeden Fall sehenswert.

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