Bad Ass (2012) Filmkritik

Filmherum:4/54 von 5 Sterne von Dominik
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Wie witzig, Danny Trejo ist wohl einer der hässlichsten Schauspieler die ich kenne. ABER: Bisher habe ich mir jeden Film mit ihm gerne angesehen. Zuletzt landete „Bad Ass“ in meinem DVD-Spieler, in dem er einen alten Vietnam-Veteranen gibt, der sich bis zu dem Zeitpunkt im Leben schwer tut, als er ein paar Neonazis im Bus den Arsch aufreißt und ein Video davon auf YouTube landet. Fortan lieben ihn sowohl die Bürger, als auch die Cops. Doch als sein bester Freund ermordet wird, startet er seinen persönlichen Rachefeldzug und räumt mit dicken Fausthieben auf.

*Uh oh*…

… wird sich jetzt so manch einer denken. Ein Rache-Film. Schon wieder! Aber nein, so ist das nicht. Der Film ist bis kurz vor dem Ende extrem sehenswert. Danny Trejo spielt seine Schlägerrolle wunderbar abwechslungsreich. Mal ist er bullig brutal, dann wieder wahnsinnig liebenswert. Dabei läuft er eigentlich den ganzen Film über wie ein cooler Jugendlicher herum, klopft kesse Sprüche und sieht einfach nur zum Schießen aus. Zudem wurden ihm eine kleine aber feine Vorgeschichte und viele lässige Schlägereien spendiert, die sich gerne vom Einheitsbrei abheben.

„Bad Ass“ übt Kritik aus. So zum Beispiel am Rassenhass, bei Problemen in Familien oder auch an der Politik. Das gelingt dem Film richtig gut, auch wenn er mehr in die Funny-Schiene gehört, sodass man überall ein gewisses Augenzwinkern spürt. So stört es auch nicht wirklich, dass mithilfe billigster CGI-Effekte Blut en masse spritzt oder Explosionen wie aus C64-Zeiten wirken. Ebenso wenig beklage ich mich, dass er das hübsche, ca. 30-40 Jahre jüngere Mädchen abbekommt. Schlimm finde ich eigentlich nur folgendes, wobei „nur“ zu harmlos dafür ist: Das Ende! Ich möchte nicht zuviel verraten, aber wenn er auf einen beinahe übermächtigen Gegner trifft, diesen bei einer lächerlichen Verfolungsjagd entkommen lässt und das daraufhin folgende Ende kitschiger ist, als es Hollywood je geschafft hätte, dann kräuselt sich mir mein nicht vorhandener Bart unverzüglich. Genau mit diesem Käse hat „Bad Ass“ bei mir ein paar Punkte verspielt, stürzt sich aber keinesfalls in die Filmreihe „Muss-ich-nie-mehr-sehen“.

Fazit

Außer den dämlichen letzten 15 Minuten gibt es am Film eigentlich nichts auszusetzen. Die Kämpfe sind einmal etwas anderes, viele coole Sprüche sitzen und Danny Trejo passt in die Rolle wie seine Faust auf des Schurken Auge. Den Film kann ich euch empfehlen, da ich insgesamt deutlich mehr Spaß hatte, als ich den Kopf schütteln musste. 😉

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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3 Responses

  1. donpozuelo sagt:

    Es klingt ja ein ganz kleines bisschen wie „Gran Torino“ mit dem guten Clint Eastwood. Aber trotzdem… ich hasse diese Filme, die eigentlich alles richtig machen und sich dann in den letzten Minuten alles versauen.

    Da weiß ich jetzt ehrlich gesagt nicht, ob ich mir diesen Film antun will. Obwohl Danny Trejo ja eigentlich schon cool ist. (Auch wenn ich kein großer Machete-Fan bin)

    • Gran Torino ist noch ein ganzes Stück anders. Viel ernster, weniger Gekloppe. Bad Ass ist ein Fun-Film. Ich weiß nicht, ob du ihn dir ansehen solltest. Irgendwie möchte ich schon gerne wissen, wie deine Meinung dazu ist. Vll. kannst du dich bei einem günstigen Preis ja mal dazu überwinden. 😉

  2. Webmovieblog sagt:

    Deine Kritik gefällt mir wirklich gut. Das Ende war wirklich nichts Besonderes.

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