Avatar – Aufbruch nach Pandora Filmkritik

Filmherum:4/54 von 5 Sterne von Dominik
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Aus Zeitüberbrückungsmaßnahmen verschlug es mich gestern Abend in den Film „Avatar“ von James Cameron. Ich muss gestehen, eigentlich wollte ich ihn mir nicht ansehen, bin aber im nachhinein froh, dass ich mir den Hintern im Kinosessel breit gesessen habe.

„Avatar“ erzählt mal wieder die Geschichte der Menschheit, die es auf einen fremden Planeten verschlägt, um dort kostbare Bodenschätze abzubauen. Dabei treffen die Menschen auf die Eingeborenen namens Na’vi, denen das so gar nicht in den Kragen passt. Zu allem Überfluss versetzen sich die Menschen maschinell in solche Na’vi-Figuren, sog. Avatare, um sich mit den Eingeborenen zu verbünden. Es kommt wie es kommen muss – ein Krieg zwischen den Menschen und den Na’vi!

Hört sich an wie die Verdauung einer Kuh? Richtig, alles schon mal da gewesen. Trotzdem schafft es James Cameron eine wunderschöne Geschichte zu erzählen, die vor allem visuell zu überzeugen weiß!

Ich habe mir den Film in einem Kino ohne 3D-Effekte angesehen. Selbst da fand ich die Landschaften, die Tierwelt und die CGI-Effekte überragend. Ich habe wohl nie solch „realistische“ Wesen gesehen wie in Avatar. Vor allem die Na’vi bewegen sich derart menschlich und natürlich, dass man meinen könnte, sie existieren wirklich. Sie bewegen ihre Augen, zwinkern, die Haare wehen im Wind, die Haut hat Poren und Unreinheiten – es scheint als wurde an alles gedacht! Die Nachtszenen auf dem Planeten Pandora sind die optischen Höhepunkte. Leuchtende Pflanzen und leuchtkäferähnliche Wesen sorgen für ein Da-wär-ich-auch-gern-Gefühl.

Wo Licht ist, ist auch Schatten

Will man ein Effektkino sehen, das derzeit seinesgleichen sucht, sollte man umgehend Avatar aufsuchen. Will man eine spannende Handlung, interessante Story oder tiefgründige Charaktere, wartet man lieber auf einen anderen Film. „Avatar“ ist sehr klischeebehaftet. Gelegentlich musste ich mit einer Hand die andere festhalten, dass mir diese nicht gegen die Stirn knallte. Da gibt es natürlich einen übermächtigen Bösewicht, der nicht tot zu bekommen scheint. Die Story ist von vorne bis hinten vorhersehbar. Ich wusste nach der ersten halben Stunde haargenau, wie der Film ausgehen würde. Zudem gibt es eine nur allzu typische Liebesgeschichte im Film. Nach nur wenigen Minuten im Kino weiß man – da kommt nichts Neues mehr!

Doch wieso hat mir der Film dann gefallen? Wie gesagt, die 08/15 Geschichte wurde sehr schön umgesetzt. Ist man gewillt sich in den Film hineinzuversetzen, wird man förmlich mitgerissen. Irgendwann war es mir egal zu wissen, was passiert. Es war nur noch wichtig zu wissen, wie es eben passiert. Und genau da kommt wieder die Machart des Filmes ins Spiel. Die Optik reisst hier so gut wie alles raus! Gut gemacht James, gut gemacht! Denn bei vielen anderen Filmen, die auf hervorragende CGI-Effekte setzen, klappt das nicht.

Fazit

Nach knapp 2 1/2 Stunden verlässt man den Kinosaal mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Überrannt von der Schönheit des Filmes vergisst man, dass tiefgründige Story oder Charaketere fehlten. Avatar ist genau das, was es sein soll – Effektkino.

P. S. Den Soundtrack fand ich ziemlich gelungen. Alle, die mitreissende orchestrale Soundtracks mögen, sollten hier mal reinhören!

Nachtrag: Die Filmkritik zur 3D-Version von Avatar.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan… Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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