96 Hours – Taken 2 (2012) Filmkritik

Filmherum:3/53 von 5 Sterne von Dominik
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(8 votes, average: 2,25 out of 5)

Diesmal wird nicht die Tochter entführt und es geht, entgegen dem Titel, auch nicht um 96 Stunden, bis alles wieder gut ist. Diesmal ging während des Produktionsvorgangs scheinbar irgendwo die Motivation flöten. Schema „Bullshit“ hat zugeschlagen und erneut die Fortsetzung eines sehr gelungenen Erstlingswerks bis zur Unkenntlichkeit verunstaltet.

The Good 🙂

Die erste halbe Stunde erinnert stark an den Vorgänger. Der coole Dad, die dämliche Tochter und die noch dämlichere Mutti. Ein paar neue Familienprobleme, aber insgesamt die Atmosphäre, die den ersten Film ausgemacht hat. Dafür sorgte man mit den bekannten und beliebten Schauspielern des Vorgängers, die allesamt zugesagt haben, ohne das Drehbuch auch nur einmal vorher in den Fingern gehalten zu haben. Vermutlich.

The Bad 🙁

Mit der Entführung fangen auch die Probleme an. Die Tochter ist fortan Brian Mills light, der sonst weit denkende Ex-Geheimagent Brian Mills ein Schatten seiner selbst und die Ex-Ehefrau schon bald die Ex-Ex-Ehefrau. „96 Hours – Taken 2“ schafft es, den Begriff „Vorhersehbarkeit“ vollständig für sich zu beanspruchen und bietet somit keinerlei Überraschungen. Zu keiner Zeit. Wie auch? Liam Neeson sagt zu Beginn des letzten Drittels ja selbst, dass er jetzt aufräumt und das tut, was er am besten kann. Allerdings macht er das mit weitaus weniger Elan als einst im genialen Original. Somit bleibt die verwackelte Action hinter den Erwartungen zurück und ist nicht einmal solide. Ein großes Sorry an alle Kritiker da draußen, die „zumindest die Action als solide bezeichnen“. Nein, das ist sie nicht! Die meisten B-Movies bieten sehenswerteres.

The Dafuq!? 😯

Achtung, Spoiler inside!

Gekrönt wird der Schnarchzapfen-Actioner von ein paar Szenen, die durch (vermutlich) ungünstige Schnitte leicht unglaubwürdig erscheinen. Das beste Beispiel dafür ist der Showdown, in dem Brian Mills seine Hand Gottes einsetzt und den Oberschurken durch die bloße Kraft seiner Gedanken niederstreckt. So scheint es zumindest. Außerdem ist er der heißeste Kandidat für die Hauptrolle im Flash-Film, da nur er binnen 10 Sekunden eine Strecke läuft, für die die über 40 Jahre jüngere Tochter über 2 Minuten braucht. Mindestens genauso grausam ist das schamlose Stehlen eines genialen Musikstücks aus dem Film „Drive“ für eine nicht ansatzweise so coole Szene. Wie konntet ihr nur??

Ab hier kein weiterer Spoiler.

Der größte Kritikpunkt: Der Film ist unglaubwürdig bis zuletzt! Und ich frage mich: Warum das? Teil 1 besticht durch seinen Realismus. Es mag sein, dass ich hier übertreibe und mir ist durchaus bewusst, dass man bei einem Actionfilm eher selten bis gar nicht von Realismus sprechen kann, aber bei „96 Hours“ trägt dieser annähernd erreichte Realismus zur unvergleichlichen Atmosphäre bei.

The Fazit 😈

Die Fortsetzung mit dem beknackten Titel „96 Hours – Taken 2“ bleibt nicht nur hinter den Erwartungen zurück, sondern ist eine Zumutung für jeden, der Teil 1 liebt. Ich muss allerdings zugeben, dass ich überglücklich war, überhaupt mehr von Brian Mills gesehen zu haben und rechtfertige damit die vermutlich übertriebenen 3 von 5 Sterne.

PS: Wir sehen uns dann im 3. Teil wieder, Brian!

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan… Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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3 Responses

  1. donpozuelo sagt:

    Aha… gut. Also ist meine Entscheidung auf eine DVD zu warten, doch vollkommen berechtigt 😉 Ich fand’s schon sehr albern mit diesem zweiten Teil. Und dann noch ein dritter… aua…

  1. 16. Juli 2016

    […] 5/10 Punkten Tonight is gonna be a large one: 7/10 Punkten Cellurizon: 2/10 Punkten Filmherum: 3/5 Sternen (Kino-Cut) | 4/5 Sternen (Extended) CineKie: 4/10 […]

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