13 Hours – The Secret Soldiers of Benghazi (2016) Filmkritik

Filmherum:2.5/52.5 von 5 Sterne von Dominik
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Michael Bay ist ja bekanntermaßen ein Meister des glänzenden Krawalls. Nun verschlägt es den Transformer hin zu bitterbösen Anschlägen und Straßenschlachten. Mit „13 Hours – The Secret Soldiers of Benghazi“, verfilmt Bay eine wahre und traurige Geschichte, weiß allerdings die damit einher gegangene Dramatik nur selten zu vermitteln.

Im Film stellt sich ein kleines Team privater Sicherheitskräfte gegen eine schiere Übermacht, gegen ihren Befehl, gegen jedwede Hoffnung. 13 Stunden versuchen die ehemaligen Soldaten den CIA-Stützpunkt zu halten. Soviel zur grausamen Thematik, die auf den Tag genau 11 Jahre nach dem Anschlag auf das World Trade Center inmitten Libyens statt fand.

In den ersten Minuten lernen wir die Soldaten kennen, sehen sie beim Rumblödeln, beim Training, beim Trinken und Lesen, sowie bei Ferngesprächen mit ihren jeweiligen Familien. Hierbei wird versucht eine gewisse Beziehung zu den kampferprobten Recken aufzubauen, was allerdings zu keiner Zeit so richtig gelingen mag. Und genau das wirkt sich mitunter negativ auf die weiteren 2 1/2 Stunden Film aus.

Lange Filme sind an und für sich kein Problem, sofern man eben die Zeit sinnvoll zu nutzen weiß. Bei „13 Hours – The Secret Soldiers of Benghazi“ ist das nur bedingt der Fall. Zwar möchte man in den langen Wartezeiten die psychische Zermürbung der Soldaten mitsamt Übermüdung und der beständigen Angst eines erneuten Angriffs aufzeigen, doch die darauf folgenden Kampf-Parts, die viel zu hektisch und unübersichtlich geschnitten sind, wirken wie ein Fremdkörper, der den Kreislauf letztendlich völlig zerrüttelt. Man muss dazu sagen, dass es verständlicherweise hektisch im Krieg zugeht, doch wir als Zuschauer möchten schon gerne verstehen, wer da gerade was macht. Filme wie „Der Soldat James Ryan“ haben doch vor Jahren schon gezeigt, wie man es richtig macht!

Michael Bay sollte meiner Meinung nach bei seinen „coolen“ Filmen bleiben. Im Kriegsgebiet hat der Mann (noch) nichts verloren. „13 Hours – The Secret Soldiers of Benghazi“ ist einfach unrund. Durch die fehlende Beziehung zu den Soldaten und die zu lange, unnötige Leerlaufzeit ist es mir zuweilen völlig egal, wem da was geschieht. Bis auf wenige interessante Szenen und selten treffend platzierte Gags konnte mich der Film nur bedingt überzeugen.

Ich empfehle vor dem Film den wahren Ablauf zum Kriegsgeschehen durchzulesen und während des Films die Pausetaste der Fernbedienung nah bei sich zu haben. Letzteres nicht, um den Film noch mehr zu strecken, sondern die Untertitel, die quasi im Eiltempo über den Bildschirm rasen, irgendwie lesen zu können.

PS: Gesehen habe ich den Film via iTunes in HD und einer absolut überzeugenden Qualität!

Mehr zum Film findet ihr direkt bei Paramount.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan… Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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