In eigener Sache: Sammlungsauflösung(en)

Es ist soweit. Nach langem Zögern kam dann doch noch der Entschluss. Physische Datenträger haben bei mir ausgedient. In Zukunft landet keine Blu-ray oder DVD mehr in irgendeiner Art Laufwerk. Stream, bzw. digitale Inhalte allgemein sind meine Zukunft, kleinere Qualitätseinbußen hin oder her…

Schon lange haderte ich mit dem Gedanken, googelte ohne Unterlass nach der Zukunft, sprich dem Filmdienst, in den ich weiterhin investieren würde. Ob meine Entscheidung nun die Zukunft an sich ist – ich weiß es nicht. Aber zumindest in nächster Zeit ist alles geregelt. Und ganz ehrlich: Ich erwarte immer noch einen Streamer, der demnächst Filme dauerhaft im Sortiment behält und dazu noch aktuellere Filme bei Release mit aufnimmt. Lange kann das doch nicht mehr dauern. Bis dahin fließen ein paar Euro in iTunes, andere in (aktuell) Amazon Prime mit dem ziemlich beeindruckenden Instant Video Angebot.

Ausschlaggebend für die Umsetzung war ein Gespräch mit meiner Frau. Beinahe gleichzeitig kamen wir darauf, dass unser Wohnzimmer unruhig wirke, woran mein (sehr großes) DVD-Regal nicht ganz unschuldig war. Und in der Tat – das Wohnzimmer wirkt unruhig, ich werde unruhig. Ich brauche aktuell etwas mehr Ruhe im privaten Umfeld, und das ist ein erster, richtiger Schritt. Denn im Augenblick schreien mich noch an die 300 DVDs und Blu-rays tagtäglich an, dass ich sie jetzt sofort ansehen soll. Ich schaffe das aber nicht. Im Gegenteil. Ich sah nur noch sehr selten einen Film aus dem Sortiment. Vielmehr waren es neue Filme im Kino oder oftmals reinflatternde Rezensionsexemplare. Selbst meine Lieblingsfilme staubten vor sich hin und schrien dabei qualvoll. Ja, ich habe euch gehört.

Es ist eine psychische Sache. Ich erleichtere mir das Leben, indem ich etwas starres, das mich ganz offensichtlich dennoch ständig anschreit, kurzum hergebe. Selbes Spiel bei meiner (nicht allzu großen) CD-Sammlung. Auch hier wird aussortiert, bzw. ebenso auf beinahe 0 reduziert. Ja, beinahe auf 0. Auch bei den Filmen bleiben einige vorab noch im heimischen Sortiment, die da unsere Lieblingsfilme wären. Und zwar wirklich nur die Lieblingsfilme. Und da bleiben zwar mehr als 10 über, aber auch weniger als 80 für uns beide zusammen. Das ist doch schon mal ein guter Anfang. Doch auch hier wird nochmal drüber gegangen und vll. jetzt schon auf die digitale Variante umgestiegen, Hauptsache Ruhe im Zimmer – Schicht im Schacht, wie man doch so schön sagt. 😉

Warum ich das schreibe? Vermutlich mussten diese Worte von meiner Seele, wie die Filme aus dem Regal. Ich hoffe die zukünftigen Besitzer haben viel Freude mit meinen stets gut gepflegten Filmen, denn das ist ja das Wichtigste daran. Auch ich werde dem Film wohl für immer treu bleiben, nur eben in etwas anderer Form. 🙂

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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6 Responses

  1. phyxius sagt:

    Jetzt hab‘ ich gedacht, dass man hier ein paar Schnäppchen machen kann, und dann ist das nur so’n Selbsthilfeartikel. 😉

    Ich werde nach wie vor bei den Scheiben bleiben, auch wenn sich das schon aus Kosten-Sicht nicht mit Streaming messen kann. Bis ein Dienst verlässlich alle Filme im O-Ton bereithält, wird sicher noch eine Zeit vergehen. Und die angesprochene Depublikation ist ein weiterer Faktor, gerade für mich als Seriengucker. Ich habe wenig Lust, mitten in der dritten Staffel mit ansehen zu müssen, dass die vierte von sechs Staffeln (vorerst) nicht mehr vorhanden ist; da bin ich durch so manche Senderprogrammierung in der Vergangenheit geprägt. 🙂

    Dagegen kann ich die Unruhe, die so ein Regal mitbringt, zumindest aus ästhetischer Sicht nachvollziehen. Wir haben auch gerade erst das Wohnzimmer so umgebaut, dass das DVD-Regal von der Couch aus nicht im direkten Sichtfeld steht, und fühlen uns beide gleich ein bisschen entspannter.

    • Dominik sagt:

      Tja, noch sind ein paar Filme da. Brauchst du eine Liste? 😉

      Und mal abgesehen davon: Ein paar Filme behalte ich vorerst auf Blu-ray und DVD, vor allem die Lieblingsfilme. Das sind jedenfalls über 10, aber auf jeden Fall unter 70, die meiner Frau und meine zusammengezählt.

      Und danach wird mir immer noch iTunes ins Haus kommen, soz. als fest verfügbare Filme. Der Rest kann gestreamt werden. Das reicht aber auch bei gut 90% aller Filme.

  2. bullion sagt:

    Meine Meinung zu haptischen Medien und Streaming kennst du ja, insofern kann ich den Schritt persönlich nicht nachvollziehen, finde ihn aber auch bewundernswert. Ich hoffe das bleibt auch so, wenn wir ins neue Haus ziehen und meine Frau das Filmregal im neuen Wohnzimmer zu unruhig findet… 😉

    • Dominik sagt:

      Ja, deine Meinung kenne ich und respektiere ich. Aber ich springe lieber früher ab als zu spät. Die Blu-ray hat ja auch keine Zukunft. Und zu sehr die verschiedenen Medien mischen möchte ich auch nicht. Das wird dann nur noch unruhiger im Regal. 😉

  3. donpozuelo sagt:

    Uff… harte Entscheidung… aber gut, ein kleines bisschen kann ich das mit dem Unruhig verstehen… aber wie handhabst du das dann mit Büchern und so??? Ist das nicht am Ende ein Hund, der seinem eigenen Schwanz hinterherjagt? In gewissen Dingen gehe ich ja auch gern mit Streaming und so… aber wenn dann irgendwann gar nichts mehr da ist, was ich anschauen kann, ist das auch merkwürdig…

    ich meine, das erste, was ich mir bei leuten, die mich zu sich nach hause einladen, anschaue, sind die regale, die bücher, die dvds, die cds, die da so rumstehen… wenn jemand da gar nichts mehr hat, ist das doch auch irgendwie komisch.

    Also auf einiges könnte ich durchaus auch verzichten, aber klassiker und lieblingsfilme würden dabei nie verschwinden… ich bewundere, dass du das so hinbekommst 😀

    • Dominik sagt:

      Lieblingsfilme stehen schon noch da, bzw. werden vll. mal fest digital gekauft und nicht nur geguckt, wenn in nem Streamer vorhanden. Ansonsten verkaufe ich auch meine restlichen CDs und die paar Bücher kommen bis auf wenige auch noch weg. Alles Rumgestehe. Auch hier werde ich auf die digitalen Varianten setzen, bzw. mache ich das bei Musik schon sehr lange. Spotify ist meine Bibliothek.

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