Superman: Erde Eins Comic Review

Filmherum:4/54 von 5 Sterne von Dominik
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4,63 von 5 Sterne (8 Bewertung(en))

Oh man, Superman regt mich auf! Seit Jahren immer das gleiche. Könnte den bitte mal jemand rebooten? Oh, jemand hat ihn rebootet. Aber sowas von! Geil!

Seien wir mal ehrlich, Superman ist tatsächlich in die Jahre gekommen. Umso besser ist es, dass man J. Michael Straczynski auf ihn losgelassen hat. Er erfindet das Rad zwar nicht neu, wirbelt aber unzählige frische Ansätze und gute Ideen in das bekannte Umfeld. Superman ist nun etwas jünger, trägt einen Hoodie, sucht seinen Lebensinhalt und lernt einen weitaus cooleren Jimmy, sowie eine erheblich frechere Lois kennen. Beide natürlich ebenfalls im knackigsten Alter, furchtlos und irgendwie verdammt cool. Denn wenn Jimmy bei der „Alieninvasion“ auf der Straße steht und Fotos schießt als gäbe es kein Morgen, dann rutscht einem schnell ein anerkennendes Grinsen heraus.

Ich habe es bereits angesprochen: Alieninvasion. Zwar kümmert sich Straczynski hauptsächlich um die Einführung des jungen Superman, bzw. Clark, muss dann aber dennoch einen Actionpart einpflegen, der – wie soll man sagen – einfach nur saublöd ist. Der Schurken-Obermacker reist seit Jahren von Planet zu Planet, nur um den letzten Kryptonier auszulöschen. Auf Erde Eins wird er endlich fündig und zeigt Sups, was eine Harke ist. Denn genauso wie unser Held im blauen Strampler, hat auch er Superkräfte und scheint sich sein Aussehen von einem Sänger der Band Kiss ausgeliehen zu haben. Ja, ja, und nochmal ja, es klingt dämlich, es ist dämlich, doch irgendwie macht es auch Spaß. Es macht Spaß den jungen Superman das erste Mal kämpfen zu sehen und es macht Spaß die Zeichnungen von Shane Davis zu betrachten, die vielleicht nicht jedermanns Geschmack sein dürften, mir aber durch ihre raue Art sehr zugesagt haben.

Ich mag die Geschichte, ich mag den neuen Aufbau und ich mag diesen verjüngten Clark, der noch herausfinden muss, was seine Bestimmung ist. Mir gefällt seine Jobsuche, bei der er – wie sollte es anders sein – überall der beste ist und mit Handkuss genommen werden würde. Ebenso gefällt mir sein Leerer Blick, der Verzweifelt nach einer Eingebung sucht. „Superman: Erde Eins“ ist gut, aber nicht perfekt. Der Gegner ist nur dazu da, dass es überhaupt einen Gegner gibt. Aber abgesehen davon gibt es kaum etwas auszusetzen. Gut, die Zeichnungen mögen hier und da gefallen, sind aber des öfteren auch etwas ungenau. Und Superman als halben Emo-Teenie darzustellen mag auch nicht jedem zusagen, aber hey – gebt ihm eine Chance! Ich bin Panini eh schon mehr als dankbar. Nachdem ich vor über einem Jahr im Forum darum gebettelt habe, dass „Superman: Erde Eins“ endlich in Deutschland erscheinen soll, ist es nun soweit. Deshalb ein herzliches Dankeschön von meiner Seite und ein großes Bitteschön an alle, die sich aufgrund der Kritik dazu entschlossen haben, sich diesen wirklich lesens- und sehenswerten Comic (mit dem verdammt coolen Cover) zu kaufen!

Fazit

Superman 2.0!

PS: „Superman: Earth One Vol. 2“ ist bereits raus! Panini, ihr wisst, was ihr zu tun habt! 😉

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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3 Responses

  1. donpozuelo sagt:

    Ich tue mich ja mit „Superman“ echt schwer. Ich habe in meiner Sammlung genau drei Bänder, die ich aber auch wirklich nur empfehlen kann: Da wäre Millars „Red Son“, Loebs „For All Seasons“ und „Lex Luthor – Man of Steel“.

    Die sind halt auch alle etwas anders als der normale Superman.

    Straczynski scheint aber auch der Comic-Reboot-Held schlechthin zu sein, oder??? Hat der nicht auch Spidey neu gemacht???

    • puh, da frägst mich was.

      Nach deinen 3 Comics muss ich glatt mal googeln. Ich hab bisher nur (sporadisch) die laufende Serie verfolgt.

      Band 2 wird jedenfalls auch noch in meiner Sammlung landen. Ggf. setzt Straczynski ja noch eins drauf. 🙂

  2. Superman mal anders, als man ihn kennt, denn hier ist Superman zu Anfang noch nicht der Superman, der die Welt rettet, sondern ein junger Mann, der nach Metropolis kommt, um viel Geld zu verdienen. Beispielsweise als Footballspieler mit seinen enormen Fähigkeiten. Sinn dahinter ist, dass er will, dass seine Mutter ein angenehmes Leben hat. Für mich war das sehr skurril, denn ich kenne mittlerweile sehr viele Superman Storys und tue mich schwer mit einer weiteren, die ich bisher noch nicht kannte. Auch die Serie Smalville, in der Superman bereits als junger Mann dargestellt wurde hatte mir nicht so gefallen. Dieser Comic entwickelt seine Stärke nach der zweiten Hälfte, in der sich Superman so langsam entscheidet, sein Schicksal als Weltretter anzunehmen bis hin zum Ende wo er… aber schau es Dir einfach selbst an.

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