Multiversity #1 Comic Review

Filmherum:3/53 von 5 Sterne von Dominik
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Multiversity ist der wohl verworrenste, abgedrehteste und superheldenlastigste Comicband, den ich je gelesen habe. Die Geschichte selbst erstreckt sich über unzählige Parallelwelten, in denen Superhelden nicht das Bild abgeben, das wir gewohnt sind. Da ist Batman ohne Cape, der Green Lantern in Teufelsform oder Superman als schwarzer Held. Alles anders und ungewohnt, aber doch irgendwie vertraut in einem verstrickten Spiel aus Krach und Kabumm.

Soviel vorweg: Multiversity war für mich ein unheimlich anstrengender Comic. Viele Figuren waren mir wohlbekannt und die Neuinterpretationen sind Grant Morrison mehr als nur gelungen. Doch die Sprünge über zahllose Parallelwelten machten mir sehr zu schaffen. Dazu die so geniale wie gnadenlos-anstrengende Geschichte um den Comic im Comic, sprich einen Leser, der durch den Comic – den wir als Leser lesen – die Welt in Gefahr bringt. All das und die Geschehnisse aus mehreren Welten bringen das Gehirn beim Lesen und Gucken gnadenlos zum Rauchen. Für meinen Geschmack etwas zuviel für einen Superheldencomic. Intrigen sind immer schön und gut, aber dieses Gewirr machte mir letztendlich irgendwann kaum noch Spaß.

ABER: Der Spaß blieb dennoch nicht vollends auf der Strecke. Denn wie erwähnt, gefielen mir die Neuinterpretationen der allgemein vertrauten Figuren ziemlich gut. Auch, dass Grant Morrison beinahe das gesamte DC-Universum auszunutzen wusste. Da geht es von Batman über Superman hin zu den Watchmen – alle Parts mit ihren eigenen Zeichnern versehen, die den großen Vorbildern mehr als nur gerecht werden. So wusste mich vor allem der Watchmen-Part zeichnerisch zu begeistern, war er doch sehr an die Originalserie angelehnt.

Der Band ist mit seinen 188 Seiten kein Schnell-für-Zwischendurch-Comic geworden. Man braucht eine gewisse Zeit fürs Lesen, woran eben die weltenübergreifenden Ereignisse nicht ganz unschuldig sind. Auch machten mir einige Figuren zu schaffen, die ich schlichtweg nicht kannte, bzw. durch ihre Abwandlung kaum kennen konnte. Vermutlich nahm mir das zusätzlich etwas den Spaß, den ich sonst noch hätte haben können. Dafür aber fiel die Action zu jeder Zeit großartig aus und einige Gags brachten mich lauthals zum lachen.

Fazit

Multiversity ist so komplex wie undurchschaubar, so actionreich wie humorvoll, so genial wie abgedreht. Dieser Comicband vereint so ziemlich alles in sich, was DC jemals zu bieten hatte – und damit irgendwie aber auch zuviel. Nie wird man das Gefühl los, als geschehe vieles zu schnell, zu knapp oder zu wenig durchdacht. Der Spaßfaktor bleibt dabei leicht auf der Strecke, bemüht sich aber dennoch zu jeder Zeit lesbar. Ich weiß um ehrlich zu sein nicht, wem ich diesen Band ans Herz legen soll. Vermutlich den Superhelden-Fans, die so ziemlich alles aus dem Hause DC verschlingen, sei es nun noch so gut oder noch so schlecht.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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2 Responses

  1. donpozuelo sagt:

    Wer ist denn der Hasen-Superheld??? 😀

    Klingt jetzt interessant, aber auch nichts, was ich auf meine Prioritäten-Liste setzen würde… bin sowieso im Moment nicht mehr so in Stimmung für Superhelden-Comics… 😀

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