Ms. Marvel 1 Comic Review

Filmherum:4.5/54.5 von 5 Sterne von Dominik
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Die junge Kamala Khan ist die nerdige Tochter pakistanischer Einwanderer in New Jersey. Sie steht total auf Ms. Marvel und die Avengers, schreibt Superhelden-Fanfiction – und hasst es, dass sie wegen ihrer Religion und Kultur von allen anders behandelt wird! Als sie unglaubliche Kräfte erhält, muss sie herausfinden, was Andersartigkeit wirklich bedeutet …

Ich wusste zwei Sachen über Ms. Marvel, bevor ich mich daran machte, die Geschichte zu entdecken. Erstens: Dies ist eine neue – und dazu hochgelobte – Serie über die doch einigermaßen bekannte Superheldin. Zweitens: Ich habe keine Ahnung, worum es geht.

Captain Marvel war einmal. Kamala Khan ist ein Teeniegirl, wie es im Buche – oder in diesem Falle – im Comic steht. Gepaart mit – zum Teil absurden – Superkräften und den Einschränkung ihres Glaubens und Seins, ergibt das eine geradezu wundervolle Mischung, optisch toll von Adrian Alphona auf Papier gebannt. Kamala ist eine kleine Querulantin – welch ein Teenie-Girl ist das nicht? Und so stellt sie sich öfter als den Eltern lieb ist gegen Vorgaben und Verbote. Doch erst dieser Umstand führt dazu, dass ihr die Superheldenkräfte überhaupt in den Schoß gelegt werden. Denn nach einer rebellischen Flucht aus dem Hause der Eltern greift ein mystischer Nebel um sich, der so manch einem Superkräfte verleiht, darunter Kamala.

Kamala wird anfangs geradezu erschlagen von der neuen Macht, und „erschlagen“ ist das richtige Wort, wenn man daran denkt, was sie so alles kann. Denn Kamala kann nicht nur andere Formen und Gestalten annehmen, sie kann sich selbst schrumpfen oder wachsen lassen, sowie diverse Körperteile, allen voran Hände, Arme und Beine. Und mit so einer riesengroßen Hand ist es nun mal ein leichtes, Menschen zu retten oder Verbrecher festzuhalten. All das sieht so amüsant wie absurd aus und der Umstand, dass Kamala erst lernen muss, damit umzugehen, ist lesetechnisch eine wahre Freude.

Nach und nach wächst Kamala in ihre neue Rolle und wird sich zudem ihrer selbst mehr und mehr bewusst. Das Superheldendasein hingegen muss sie noch lernen. Sie macht typische Anfängerfehler, geht aber dann konsequent einen klugen Schritt weiter.

Ms. Marvel überzeugt natürlich nicht nur durch Schreibstil, Humor oder die Zeichnungen, sondern vor allem durch den Migrationshintergrund der Haupt- und Nebenfiguren. Dies wirft natürlich ein – im Ansatz – neues Licht auf die Welt der Superhelden, und vor allem hier könnte dieses nicht schöner strahlen. Kamalas Familie, bzw. Hintergründe regen gleichermaßen zum Lachen und Nachdenken an – toll gemacht!

Die volle Punktzahl gibt es allerdings aus einem ganz einfachen Grund nicht: Während des Lesens wurde ich wirklich zu keiner Sekunde das Gefühl los, als ob da nicht noch mehr drin wäre. Und so freue ich mich jetzt schon auf Band 2.

Würde ich den Comic noch einmal lesen? Ja.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan… Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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4 Responses

  1. donpozuelo sagt:

    Danke für den Artikel. Ich schleiche schon seit Ewigkeiten um diesen Comic herum, habe mich aber nie so richtig getraut, mal zu zulangen. Wird jetzt nachgeholt.

  2. Velverin sagt:

    Ich hab die ersten US-Ausgaben mir geholt und fand sie auch nicht schlecht. Irgendwann muss ich da auch mal weiter machen.

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