Lucky Luke 93: Meine Onkel, die Daltons Comic Review

Filmherum:3/53 von 5 Sterne von Dominik
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Endlich wieder ein Lucky Luke Comic im Haus, endlich wieder der Cowboy, der schneller zieht als sein eigener Schatten – und genau das nicht mehr nötig hat, zumindest nicht offensichtlich.

Vieles hat sich geändert. Ich erinnere mich zu gerne an früher, als ich die alten Lucky Luke Comics meines Dads gelesen haben. Damals rauchte der lonesome Cowboy noch. Heute kaut er auf einem Grashalm und lässt verhältnismäßig müde Lacher vom Stapel. Was ist mit Lucky Luke nur passiert?

Im Gegensatz zu meinem zuletzt gelesenen Band, „Lucky Luke 91: Lucky Kid – Ein starker Wurf“, spielt „Lucky Luke 93: Meine Onkel, die Daltons“ im Diesseits des erwachsenen Cowboys und beschäftigt sich eingängig mit jedermanns Lieblingsverbrechern, den Daltons. Neu im Bunde wäre der Neffe von Averell, der nur dem äußeren Schein nach ein mustergültiger Engelsknabe ist. Im tiefsten inneren allerdings schlummert ein bitterböser Dalton, der nur zu oft die Oberhand gewinnt. Na jedenfalls bekommen die Daltons soz. eine Gefängnis-frei-Karte mit dem Jungen, sowie ein Kindermädchen namens Lucky Luke, das die Vier zum, nach Geld nur so riechenden Haus, begleitet. Die Reise ist gespickt von teils flachen, selten aber auch gelungenen Gags. Am meisten gestört hat mich die Vorhersehbarkeit der Geschichte. Gerade Lucky Luke muss man meiner Meinung nach nicht allzu sehr kindgerecht machen, bzw. muss man dazu sagen, dass die Autoren Laurent Gerra und Jacques Pessis es nicht vollends vermochten, einen gelungenen Mittelweg für Groß und Klein zu beschreiten. Achdés Zeichnungen hingegen passen wie der Colt in den Holster. Lucky Luke Feeling pur sag ich da nur.

Ich mochte den Band, allerdings nicht so sehr, als dass ich ihn noch einmal lesen würde. Die Geschichte bietet wirklich viel Potential, verschenkt es aber mit zunehmender Seitenzahl. Das ist schade, aber beinahe noch ok. Beinahe deshalb, weil wir hier von einem durchschnittlich-guten Lucky Luke Band sprechen, der zwar nicht an alte Meisterwerke anknüpfen kann, dies aber zumindest versucht.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan… Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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