Lara Croft und die Artefakte des Bösen Comic Review

Filmherum:3.5/53.5 von 5 Sterne von Dominik
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Lara Croft, ein Mythos. Die junge Archäologin bewegt (nicht nur) die Zocker seit Jahren. Als „Tomb Raider“ und damit die Heldin Lara Croft 1996 das Licht der Welt erblickte, waren Spieler und Kritiker gleichermaßen verzückt. Darauf folgten unzählige Fortsetzungen, Filme und zuletzt das Reboot sowie das daraufhin folgende Sequel. Ich habe damals Teil 1 und 2 gespielt, allen voran Teil 2 geliebt. Es machte einfach unheimlich viel Spaß mit Lara die Welt zu erkunden und natürlich herumzuballern. Die Spielmechanik war gut und die Grafik (seinerzeit) ebenso. Zuletzt spielte ich dann das Reboot auf der PS3, das grafisch mehr als nur zu überzeugen wusste. Hier stimmen dann natürlich auch Stimmung und Story, weniger das Setting. Lara gestrandet auf einer Insel? Das war ok, aber etwas eintönig. Ich vermisste das Reisen um die Welt und die damit verbundenen Möglichkeiten.

„Lara Croft und die Artefakte des Bösen“ setzt auf die guten alten Tugenden. Lara trägt erneut ihr grünes, hautenges Top, den bekannten Abenteurer-Hotpant sowie zwei mächtige Buffen, eine an jedem Oberschenkel. Die Geschichte selbst führt Lara (beinahe) einmal um die Welt. So darf man unzählige Orte und Geheimnisse entdecken. Dazu gibt es zahlreiche Anspielungen auf die Spiele, bzw. Laras Leben. Dabei belässt es Autorin Corinna Bechko allerdings auch schon. Eine Origin-Story bleibt aus. „Lara Croft und die Artefakte des Bösen“ wendet sich an die zahlreichen Fans, weniger an die Neueinsteiger. Letztere allerdings werden dennoch einiges an Spaß mit diesem Band haben.

Die Geschichte erzählt einmal mehr von mystischen Artefakten und bewegt sich irgendwie zwischen Realität und Übersinnlichem. Das macht Spaß, auch wenn man zu jeder Zeit die Zielgruppe für dieses Abenteuer spürt: Es sind die jüngeren Gamer/Leser der aktuellen Konsolengeneration. Jungs und Mädels irgendwo zwischen 16 und den Mittzwanzigern. Ich, Ü30 mittlerweile, mochte den Comicband zwar auch, allen voran wegen den zahlreichen Erinnerungen an die „guten alten Zeiten“, fühlte mich allerdings auch etwas unterfordert damit.

Die Zeichnungen machen einen guten, äußerst „cleanen“ Eindruck, auf Hochglanz poliert und weniger „sexistisch“ wie so manch ein Superhelden-Band, in denen die Brüste aus dem Halter zu springen drohen. Besonders gefallen haben mir die inmitten der Bände eingefügten Zeichnungen, die optisch noch mal eine ganze Schippe an Professionalität drauflegen. Da wünscht man sich das eine oder andere Bild schnell als Poster.

Bevor ich nun zum Fazit komme, noch eine kleine Anmerkung zum Verlauf der Geschichte. Diese nämlich baut ein gewisses Maß an Spannung auf. Zum Ende hin allerdings, wenn man denkt, dass ein Ende kommen müsste, man aber nur noch wenige Seiten vor sich hat, kommt es so wie erwartet: Die Auflösung brettert wie von der Tarantel gestochen an einem vorbei und wirkt dadurch leider nur wenig nachvollziehbar, bzw. sogar etwas enttäuschend. Hier hätten ein paar mehr Seiten Erklärung oder eine alternative Idee gut getan.

Fazit

„Lara Croft und die Artefakte des Bösen“ ist schön gezeichnet, actionreich und eine Art Hommage an die ersten Spiele der Reihe. Doch leider beschränkte sich die Autorin auf eine zu junge Zielgruppe, sodass sich die Fans der ersten Stunde etwas unterfordert fühlen dürften. Abgesehen davon krankt die Geschichte am eher enttäuschenden Ende. Schade, denn bis dahin hatte ich durchaus Spaß mit diesem Band.

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Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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