Jupiter’s Legacy Comic Review

Filmherum:5/55 von 5 Sterne von Dominik
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4,00 von 5 Sterne (1 Bewertung(en))

DAS ist ein Comic, ich bin begeistert. Mark Millar schuf mit „Jupiter’s Legacy“ ein neues Superhelden-Universum inmitten weltlicher Probleme. Das ist so ja nichts neues, doch wie er auf die Probleme der Menschheit und zugleich auf die Einzelprobleme der „Helden“ eingeht, ist beinahe schon unvergleichlich.

In „Jupiter’s Legacy“ steht Amerika am Abgrund. Eine Gruppe von Männern und Frauen macht sich auf die Suche nach einer geheimnisvollen Inseln. Dort gelandet, werden diese mit Superkräften ausgestattet, um Amerika/die Welt wieder in geregelte Bahnen zu lenken. Das klappt soweit ganz gut, doch inmitten der Helden kommt es zu Reibereien. Unterschiedliche Ansicht führen letztendlich zur Revolte. Und da wären dann noch die Kinder der größten Helden der Welt, die mit dem Superheldendasein mal so gar nichts anfangen können.

„Jupiter’s Legacy“ führt uns mit dem ersten Band durch drei eng miteinander verbundene Handlungsstränge. Wir erfahren mehr über die ersten Helden, wir tauchen ein in die Welt ihrer „Nachfolger“ und etwas im Hintergrund wird auch stets auf die wirtschaftliche Lage Amerikas, bzw. die Probleme der Welt eingegangen. Die Stränge gehen nahtlos ineinander über, sodass es beim Verfolgen der Geschichte, trotz unangekündigter Zeitsprünge, nur selten Probleme seitens des Verständnisses gibt. Mark Millar schuf mit „Jupiter’s Legacy“ ein idealistisches, großartiges Werk, das durch Frank Quitelys markant-harte Zeichnungen perfekt gestützt und präsentiert wird. Die Geschichte ist interessant und macht in der Tat auch nachdenklich. Denn was, wenn Helden wirklich Kinder mit speziellen Fähigkeiten haben? Müssen diese wirklich auch „die Welt retten“ oder können sie auch beispielsweise in einer Fabrik arbeiten? Es sind normale Probleme in einer unnormalen Welt. Millar interpretiert die Ereignisse des menschlichen Daseins neu, schafft eine harte Parallele zu unserem stellenweise verqueren Denken.

Mit „Jupiter’s Legacy“ dürft ihr keinen 08/15-Superheldencomic erwarten. Zwar gibt es eine Art Superman und diverse andere Helden mit Spezialfähigkeiten, doch genau die dürfen sich nur manchmal in ihrer vollen Pracht präsentieren. Wenn es dann aber so ist – huiuiui. Da gibt es beispielsweise Walter, der den Geist anderer Helden/Schurken in eine Art Traumwelt lockt, während in der echten Welt der Körper blutig zerstört wird. „Jupiter’s Legacy“ ist in vielerlei Hinsicht hart. So hart, dass Mitgefühl mit so manch einem Charakters nicht ausbleibt.

Ich mochte die Idee hinter „Jupiter’s Legacy“ wirklich sehr. Die Charaktere sind allesamt interessant und in ihrem Denken und Handeln so wunderbar abwechslungsreich. Dazu sind viele Taten einfach nur nachvollziehbar, ebenso die – zum Teil – ernüchternden Resultate. Dabei schüttelt man allerdings nicht einmal mit dem Kopf, sondern bejaht so ziemlich alles mit einem mitfühlenden Nicken: „Ja, das wurde damals schon falsch gemacht.“ „Ja, so sollte man es nicht machen.“ „Ja, die Menschheit hätte vieles anders machen sollen.“ „Jupiter’s Legacy“ macht Spaß, sieht großartig aus und regt zum Denken an. Ich kann Band 2 kaum noch abwarten!

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Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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4 Responses

  1. donpozuelo sagt:

    Klingt gut. Dann hole ich mir das vielleicht doch noch. Ich schleiche da ja auch schon seit längerem drum herum.

    • Dominik sagt:

      Mach das mal. Bei dem Band lohnt sich ein Kauf wirklich! Zumal Millar – trotz einiger schlechten Worte – grundsätzlich sehr unterhaltsame und gute Comickunst abliefert. (Meine Meinung.)

  2. donpozuelo sagt:

    Ja, die schlechten Worte kenn ich, aber an und für sich lese ich Millar für gewöhnlich schon gerne. Ich bin mal echt auf seinen „Huck“ gespannt…

  1. 6. Juli 2016

    […] aus der Blogosphäre: Filmherum: 5/5 […]

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