Fight Club 2 Bd. 1 – Tyler Durden lebt Comic Review

Filmherum:4.5/54.5 von 5 Sterne von Dominik
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Fight Club 2 – wer hätte je gedacht, dass es eine Fortsetzung zu (meinem Lieblingsfilm) „Fight Club“ geben würde? Der Autor von „Fight Club“ Chuck Palahniuk tat sich mit dem kanadischen Starzeichner und Eisner-Award-Gewinner Cameron Stewart zusammen, um uns eine Fortsetzung zu präsentieren, die 15 Jahre nach den Ereignissen des Buches/Films spielt.

Tyler Durden lebt!

In „Fight Club 2“ folgen wir dem Leben unseres namenlosen Titelhelden aus dem Buch. Dieser nennt sich nun Sebastian und hält mit zahlreichen Medikamenten Tyler Durden unter Verschluss. Sebastian findet so auch wieder zu Schlaf und einem einigermaßen geregelten Leben, aber seine Frau, Marla Singer, ist mehr als unzufrieden mit ihm. Trotz Tochter vermisst sie Tyler, seine Art, den Sex. So nimmt sich Marla die Medikamente von Sebastian vor, ersetzt diese durch Placebos. Tyler erwacht…

Ihr erinnert euch an die abgedrehte Art des Films/Buchs? An die zahlreichen Zitate, eingeworfene Wortbrocken, verwirrende Schnitte, schnelle Erlebnisse? All das bietet auch „Fight Club 2“. Der Band lebt geradezu ein Sammelsurium an Unzurechnungsfähigkeiten. Cameron Stewart spielt mit den Panels, verdeckt Sprechblasen mit übergroßen Tabletten – zeigt uns mit Bildern das, was Worte in langen Absätzen nicht zu vermitteln wüssten.

Tyler Durden erwacht und das Projekt Chaos mit ihm. Immer mehr findet Sebastian in sein geteiltes Leben zurück und wünscht sich eigentlich nichts sehnlicher als dieses abzuschalten. Dennoch scheint er die Zeit der Macht und Prügeleien zu genießen. Sebastian weiß schon bald nicht mehr was richtig oder falsch ist, Tyler hingegen schon. Er sorgt weiterhin für eine neue Weltordnung, ganz nach seinem Idealbild.

„Fight Club 2“ setzt die Geschichte des Buches nachvollziehbar und interessant fort – etwas, das ich eigentlich nicht für möglich gehalten hätte. Doch Chuck Palahniuk weiß genau, wie er mit seinen zum Leben erweckten Figuren spielen kann. Die große Auszeit stört auch nicht im geringsten, Palahniuk hat dafür schließlich eine ansprechende Erklärung gefunden. Auch erzählt er in kleinen Schritten, wie es ohne den Anführer des Projekt Chaos überhaupt weitergehen konnte. Zudem mag ich Sebastians Entwicklung, die immer mehr zurück in Richtung des Namenlosen führt, der erneut keine Ahnung hat, was er eigentlich alles anstellt, wenn er nicht er selbst ist.

Vieles scheint beim (guten) alten, manches scheint neu. Einiges allerdings wusste mich trotz mehrmaligen Lesens zu verwirren. Chuck Palahniuk schrieb meiner Meinung nach nicht immer schlüssig – einige Geschehnisse erschienen mir etwas zu sehr aus der Luft gegriffen, bzw. unerklärlich. Andererseits handelt es sich hier auch nur um Band 1, und Band 2 darf meiner Meinung nach sehr gerne folgen. Schließlich endet Band 1 mit einem erwartet-unerwarteten Cliffhanger. Ich bin weiterhin gespannt und hoffe zudem, dass mit dieser Vorlage vielleicht sogar die Möglichkeit auf einen zweiten Film besteht.

Fazit

Die erste Regel des Fight Club lautet: Ihr verliert kein Wort über den Fight Club! Sorry Tyler, ich kann nicht anders – diese Fortsetzung ist einfach zu gut!

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan… Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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