Fatale 1 Comic Review

Filmherum:5/55 von 5 Sterne von Dominik
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5,00 von 5 Sterne (2 Bewertung(en))

Eine fatale Fehlentscheidung wäre es, diesen Comic nicht zu lesen. „Fatale“ ist Crime-Noir, Mystery und Horror in einem. Dazu wahnsinnig toll gezeichnet und unterhaltsam bis zur letzten Seite. (Interne Notiz: Warum habe ich den Comic eigentlich nicht schon eher gelesen?)

Im Mittelpunkt der Geschichte steht die geheimnisvolle Josephine, eine ebenso schöne wie gefährliche Frau, die ein bizarres, ein monströses Geheimnis hat. Und das nicht erst seit gestern!

Mit diesem kleinen Satz muss sich der Interessent zufrieden geben und ist möglicherweise nicht sonderlich beeindruckt. Zumindest ging es mir so, auch wenn ich nur gutes über die Serie gehört hatte. Und gut ist sie definitiv!

Josephine, kurz Jo, steht klar im Mittelpunkt und kommt einem von der ersten Sprechblase an etwas merkwürdig vor. Und die Geschehnisse rund um sie herum machen die Geschichte noch sehr viel seltsamer. Jeder, der mit ihr in Kontakt kommt, ist ihr augenblicklich verfallen und tut alles für sie. Sie hingegen kommt ihrem Ziel immer näher. Doch was genau ist ihr Ziel und wer ist hinter ihr her? Während zu Beginn noch alles nach bestem Crime-Noir aussieht, macht das Genre immer größere Sprünge hin zum Mystischen. Männer in roten Kutten, scheinbar übersinnliche Wesen – was ist da los? Zum Glück hat Jo Verstärkung in Form diverser Männer, die allesamt einzigartig scheinen. So gibt es unter anderen den krebskranken, korrupten Bullen sowie den scheinbar furchtlosen Reporter. „Normal“ ist an der Geschichte nichts – und vielleicht ist sie gerade deshalb so besonders und lesenswert.

„Fatale“ fesselte mich ab der ersten Seite, was ich nicht nur den genialen Worten und Wendungen Brubakers zuschreiben möchte, sondern auch den einzigartigen Zeichnungen von Sean Phillips, die geschickt mit Schatten spielen und einen brillanten Oldschool-Charme versprühen, den ich – um ehrlich zu sein – schon lange nicht mehr gesehen habe.

Ed Brubaker ist ein Meister seines Werks. Und eigentlich kann man immer bedenkenlos zu Heften greifen, auf denen sein Name steht. Ich denke dabei vor allem an seinen hervorragenden Daredevil-Run, sowie diverse andere Crime-Comics in denen er sich spürbar heimisch fühlt. Mit „Fatale“ schuf er vermutlich sein Meisterwerk. Die Geschichte ist packend, sinnvoll verstrickt, setzt perfekt getimte Zeitsprünge ein und bietet unvergleichliche Wortgefechte. Ja, ich bin hin und weg und kann es nicht verbergen. Das muss ich aber auch gar nicht, da man gute Comics loben soll. In diesem Sinne mein Fazit: Kaufen!

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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