Fashion Beast 1: Gefeuert Comic Review

Filmherum:4.5/54.5 von 5 Sterne von Dominik
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Alan „Watchmen“ Moore sorgte in den USA mit seiner 10-teiligen Comicserie „Fashion Beast“ für Aufregung und äußerst positive Kritikerstimmen. Ich bin froh, dass Paninicomics uns mit Teil 1, „Gefeuert“, die ersten 5 Bände in einem schönen Paperback präsentiert. Und soviel im Vorfeld: Band 2 darf gerne kommen!

In „Fashion Beast“ verfolgen wir die Karriere von Doll, die „dank“ eines Kunden bei ihrem alten Job gefeuert wird. Dumm nur, dass sie genau diesen bei ihrem neuen Job wieder trifft. Der Unterschied: Jetzt steht sie als Model über ihm und darf sich zudem mit dem Modeschöpfer Celestine herumstreiten.

Ok, was?

Ich muss zugeben, dass mich der Kurzinhalt, nicht zum Kauf des Bandes bewegt hätte. Vielmehr waren es die vielen, positiven Stimmen. Und so habe ich mich von Seite zu Seite in Doll und ihre Geschichte verliebt. Sie macht zwar eine etwas überstürzte, aber immer noch erschreckend realistische Wandlung durch, bleibt dabei aber zu jeder Zeit ein Mensch. Die düstere Zukunftsoptik setzt Alan Moore’s Schreibkünsten die Krone auf. In Facundo Percio fand er einen Zeichner, der auch ohne Moore’s Worte eine einzigartige Szenerie schaffen kann, in der beständig schaurig-schönes Leben herrscht. „Fashion Beast“ entführt einen trotz des gewöhnungsbedürftigen Settings in eine Welt, die die eigene Fantasie auf Hochtouren arbeiten lässt. Ich ergänzte selbst Panels in meinen Gedanken und schloss so Lücken, die bewusst genau diesen Denkprozess anstoßen sollten. Alan Moore – was für ein Genie!

Die Modewelt hat sich gewandelt, kein Wunder, wenn die Welt am Abgrund steht. Ähnlich wie in „Watchmen“ führt Moore uns auch diesmal wieder zu einem unvorhersehbarem Ende hin, eine Minute vor dem scheinbar endgültigen Glockenschlag. Faszinierende Charaktere, allen voran Doll selbst, scheinen undurchschaubar und ziehen einen genau deshalb in ihren Bann. „Fashion Beast“ ist allerdings nicht nur eine Lobeshymne wert. Im Augenblick kreisen mir persönlich noch zu viele Fragezeichen über dem Kopf, den gelungenen Cliffhanger am Ende einmal ausgenommen. Und selbst wenn ich der Thematik binnen Minuten gegenüber aufgeschlossen war, so hinterlässt sie so doch einen fahlen Beigeschmack, der hoffentlich mit dem 2. und abschließenden Band in Wohlgefallen aufgeht.

Fazit

Ein ehemaliges Drehbuch als Comic? Es funktioniert! Alan Moore’s Geschichte macht auf Papier vermutlich sogar mehr Spaß, man bedenke schlussendlich die Möglichkeiten eines Comics. „Fashion Beast“ ist – ich versuche es mit einem Wort auszudrücken – besonders. Genauso wenig wie „Watchmen“ ein Comic für jedermann, aber ganz sicher eine Bereicherung für den gut sortierten Comicschrank eines jeden Sammlers.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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