Doctor Strange #1 Comic Review

Filmherum:3.5/53.5 von 5 Sterne von Dominik
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Doctor Strange im Kino, Doctor Strange im Comicformat, Doctor Strange hier und da. Im Augenblick ist der doch eher im Hintergrund agierende Magier des Marvel-Universums in aller Munde. Kein Wunder also, dass auch eine neue Comicserie sich den Weg in die Herzen der Leser bahnt.

Für diese Serie ist niemand geringeres als Star-Autor Jason Aaron verwantwortlich, dessen strange Geschichte durch die noch strangeren Zeichnungen von Chris Bachalo und Kevin Nowlan ein extrem hohes Maß an „Strangeness“ erreicht. Im Gegensatz zum Comicband „Der Eid“ legen hier nämlich alle Kreativen noch einmal gehörig eine Schippe drauf, wenn es um verrückte Einfälle geht. So darf der Doctor natürlich die unterschiedlichsten Welten und Dimensionen bereisen, sieht Sachen, die sonst niemand sieht und wird dafür mit bösen Blicken seitens seiner Mitbürger belohnt. Doch die Rettung der Menschheit hat nun mal seinen Preis, wie er selbst so gerne in diesem ersten Band erwähnt.

image005Am Anfang war da die Entstehung des Doctors, wie bei „Der Eid“ auch, kurz und knackig. Denn schon nach einer Seite starten wir in einer völlig abgedrehten Welt durch, in der Doctor Strange irgendetwas bekämpft und dabei auch das Herz einer Frau erobert. Er ist schon so ein Typ für sich, all das weiß Jason Aaron mit nur wenig Seiten zu vermitteln. Und wären da dann nicht die völlig schrägen Zeichnungen, die mich zum Teil mehr als nur überforderten, wäre der Band letztendlich auch ein kleines Stück besser bei mir weggekommen. DENN: So gern ich die Geschichte dieses ersten Bandes auch mochte, mitsamt den humorvollen Einlagen, der Action und den beinahe schon fantastischen Ideen, die Zeichnungen vermiesten mir so einiges. Mir ist klar, dass vieles verrückt sein soll oder gar muss, doch stellenweise kam ich damit nicht klar. So sind diverse Panels oder gar ganze Seiten zum Teil völlig überladen mit Monstern oder eben irgendwelchen Dingen, die nicht von dieser Welt sind. Dann kommt noch ein wenig Action und Gewirbel dazu – die Verwirrung ist perfekt. Man muss sich schrecklich bemühen alles hier Dargebotene aufnehmen zu können, dass der eigentliche Spaß ein gutes Stück weit leidet.

Aber gut, abseits meiner persönlichen Meinung zu den Zeichnungen – hier wird jeder eine andere haben – kann ich diesen Einstieg in die neue Serie nur empfehlen. Die Figur des Doctor Strange wirkt absolut lebendig und interessant. Dazu die Nebenfiguren, die mich auf vollster Linie überzeugten – Jason Aaron zieht sein Ding einmal mehr durch.

Werde ich den Comic nochmal lesen? Noch unsicher.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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