The Raid (2012)

Filmherum:2.5/52.5 von 5 Sterne von Dominik
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(2 votes, average: 2,50 out of 5)

Einer der Actionfilme 2012, wenn nicht sogar DER Actionfilm 2012, ist/war „The Raid„, in dem ein Trupp Elitecops ein Hochhaus stürmt und sich dabei auf brutalste Art und Weise gegen unzählige Bösewichte verteidigen muss.

Filmkritik

„The Raid“ kassierte im Juli 4,5/5 Sterne von mir. Eine Top-Wertung! Und das Fazit lautete wie folgt:

“The Raid” ist hart, gnadenlos und sinnlos. Also genau das Richtige um den verkümmerten Adrenalinspiegel der metrosexualisierten Männerwelt ohne Umwege über Standardniveau zu pushen!

Bei meiner 2. Sichtung – heute auf Blu-ray – habe ich lediglich ein neues Detail festgestellt: So schnell und hart die Kämpfe auch sein mögen, berechnet sind sie zu jeder Zeit. Achtet man genau auf die ersten Kämpfe des Hauptprotagonisten mit seinem verletzten Chef im Flur, erkennt man, dass er den nächsten Gegner zu jeder Zeit zielstrebig ansteuert und diese Schurken nur darauf warten, an bestimmten Stellen getroffen zu werden. Aber gut, das macht den Film nicht wirklich schlecht. Es ist mir nur weitaus deutlicher aufgefallen, als damals noch im Kino.

Blu-ray

Bild

Die Schattenseite der Blu-ray stellt das Bild dar. Dieses kämpft mit einer extremen Artefaktbildung in Form von Klötzchen bei Farb- und Schattenübergängen, sowie einer deutlichen Farbarmut, die ich allerdings als Stilmittel betrachte. Da der Film vorwiegend im Dunkeln spielt, ist dieses große Manko beinahe durchgängig zu erkennen und stört mehr, als einem recht ist. Zudem gehen im dunklen Einheitsbrei viele Details verloren und die allgemeine Bildqualität bewegt sich irgendwo auf Computerspielnivaeu bei falscher Grafikauflösung. Es wurde nicht alles falsch gemacht. In ein paar wenigen Szenen mag richtiges HD-Feeling aufkommen, beispielsweise wenn man Haare aus der Nähe betrachten darf. Da das aber eher selten vorkommt, muss ich diesem Bild eine ziemlich schlechte Wertung zukommen lassen. Schade.

Ton

Der deutsche Ton schlägt sich im Gegensatz zum Bild um Längen besser. Die Surround-Effekte sind präzise und räumlich, und kommen vor allem bei Schusswechseln zum Vorschein. Aber auch zuschlagende Türen oder sonstige Soundspielereien lassen das Ohr frohlocken. Der Score des Films wird vorwiegend frontlastig abgedudelt, ist aber immer noch genauso treibend wie der Film selbst.

Extras

Wieder einmal aus dem Vollen geschöpft – nicht. Außer dem „The Raid“-Claycats-Filmchen bietet die Blu-ray lediglich unzählige Trailer und Teaser in x Varianten. Der Audiokommentar ist leider nicht der Rede wert und auch das Menü ist nicht sonderlich beeindruckend. Was habe ich mir nur dabei gedacht, mehr zu erwarten? Beispielsweise ein Making of, ein Kampftraining oder schmerzhafte Pannen beim Dreh. Wie konnte ich nur..?

Fazit

Der Film ist für Actionfans ein Muss! Die Blu-ray hingegen nicht. Ich bin mir zwar nicht sicher, ob die DVD besser oder schlechter ist, aber wenn man auf HD-Sound verzichten kann, ist man wohl auch mit dem Vorgängermedium gut beraten.

PS: „The Raid“ erscheint in mehreren Blu-ray-Varianten, von denen allerdings nur die teure „Ultimate Edition“ zusätzlich zur Kinofassung die ungeschnittene indonesische Fassung beinhaltet.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan… Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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1 Response

  1. mr. stone sagt:

    The Raid (Blu Ray)

    Story (1 P):
    The Raid hier, The Raid dort, The Raid überall. “Hast Du schon The Raid gesehen?” „Musst du dir anschauen, saugeil.“ „Was für ein Actionkracher!“
    Was für ein Stinker!!! Was soll ich hierzu schreiben? Ist das die Revolution des Actionkinos? Sind das die Filme, die wir uns in Zukunft anschauen dürfen? So was wird als gut bezeichnet? So etwas gefällt Leuten? Als Fan des Actiongenres soll mir der Film Freude machen und mich unterhalten?
    Wenn man nicht den geringsten Anspruch an Filme und deren Machart hat, mag The Raid unterhalten. Erwartet man jedoch etwas mehr als eine miserable Kameraarbeit in Bezug auf Farbgebung und Auswahl der Kamera selbst oder verspricht sich auch nur im Geringsten ein abwechslungsreiches Setting, gutes Pacing, Storytelling, solide Schauspieler, variierende Fights und innovative Action, dann wird man bitter enttäuscht.
    Ich will The Raid das Zugeständnis machen, dass es hin und wieder ein paar gelungene, Action bedingte Kameraeinstellungen gibt, dass der ein oder andere Kill überraschend brutal und bei Zeiten kreativ rüberkommt und auch, dass die ersten 30 Minuten vom Pacing gut waren, alles andere ist aber einfach Scheisse! Pure Scheisse! Und genau so sieht es auch aus und genau so fühlt es sich auch an!
    Farblos, trist, sich immer wiederholende Fights und Kulissen, miserabler Soundtrack, schlechte, tonale Abmischung, furchtbare Kamera, nichtssagende Schauspieler und marginal vorhandene, aber zugegeben ausreichende Story, verlangen dem Zuschauer einiges ab. Ab Minute 40 hat sich mein Zeigefinger einen ständigen Kampf mit dem Ausschalter der Fernbedienung geliefert. In Minute 68 kam der Knouk-Out und der Zeigefinger schickte den Ausschalter auf die Matte und beendete diesen filmischen Vergewaltigungsversuch ein für allemal.

    Für „Generation-Blöd“ und „Generation-Hä?“, die noch nie etwas von Bruce Lee, Tony Jaa, Jackie Chan oder Jet Li gehört haben, genau das Richtige. Oder aber für Diejenigen, die einfach gar keinen Geschmack oder Anspruch haben.

    Bild (1 P):
    Wow! Das schimpft sich Blu Ray. Ja, es ist HD. Aber was für eins. Eins, dass als Brechmittel verwendet werden kann. Meine Fresse…was für eine Zumutung für die Augen. Kaum Farbgebung, kaum Schärfe und Detailzeichnung, kaum Kontrast und ein Schwarzwert so kräftig, wie Captain America vor (!) seiner Behandlung. Dafür gibt´s aber kräftige Schlierenbildung, schöne aussagekräftige Stufenbildungen im Farbbereich, sehr guten Detailverlust in fast allen Bereichen, aber besonders im Dunklen, herrliche Unschärfen, störendes Rauschen und eine faszienierende Kontrastlosigkeit.

    Sound (Indon. MA-Audio) (1 P):
    Master Audio…eher Lehrlings-Audio. Hier stimmt auch garnichts, außer der Tatsache, dass alle Kanäle genutzt werden. Aber wie…?!?!?! Der Mix ist öfters vollkommen überladen, undifferenziert und erweckt den Eindruck, dass der „Sound-Koch“ immer schön kräftig in die Effektschüssel gegeriffen und diese wahllos über die sechs Kanäle verteilt hat. Mit der Balance wurde ähnlich umgegangen. Mal gut und stimmig, mal unpassend laut über die Rears, während die Dialoge vom Center untergehen. Gelegentlich gibt es ein paar Feuergefechte, die einen gewissen Druck nicht von der Hand weisen können, aber im Gesamten ist der Mix zu dumpf, die Balance furchtbar, die Präzison lässt zu wünschen übrig, die Effekte wahllos eingestreut und der Bass bekommt ebenfalls kaum Arbeit.

    Extras (0,5 P):
    Hier wurde die Qualität gehalten und die Extras zeigen sich auffallend abwesend. Trailer, Teaser und noch ein kurzes, unnötiges Etwas.

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