Rubbeldiekatz (2011)

Filmherum:3.5/53.5 von 5 Sterne von Dominik
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3,33 von 5 Sterne (3 Bewertung(en))

Matthias Schweighöfer kämpft in Strumpfhosen um die Liebe und gegen Hitler. Naja, so oder so ähnlich trägt es sich in der Romantikkomödie „Rubbeldiekatz“ zu, in der unser femininer Held mit seinen 2 1/2 Brüdern versucht, durch die große Filmrolle zum noch größeren Geld zu kommen und das Herz der Hauptdarstellerin zu erobern. Dass dieses zeitweise historische Abenteuer von witzigen Momenten und derben Rückschlägen gezeichnet ist, heißt ja noch lange nicht, dass man es gesehen haben muss. Oder doch?

Filmkritik

Männer in Frauenfummeln sind seit jeher der Hingucker. Entweder der Kerl ist dermaßen männlich, dass es gewollt lächerlich wirkt, oder wie im Falle von Matthias Schweighöfer, dieser kaum von einer echten Frau zu unterscheiden ist. Das amüsante Beziehungsdrama mit einem Hauch Kritik an der Filmwelt ist tatsächlich eine der besseren Travestie-Shows in Spielfilmlänge und weiß durch seine ganz eigene Art an Humor zu gefallen. Hier wird nicht mit dem „Lachschon“-Hammer auf einen eingeprügelt, sondern sanft im Unterton der eine oder andere Lacher herausgekitzelt. Das funktioniert zuweilen sehr gut, klingt aber nach spätestens der ersten halben Stunde ab, da nichts wirklich Neues mehr passiert. Das Ende ist von da an vorhersehbar, und außer einigen – immer wieder funktionierenden – Hitler-Gags wiegt man sich zu sehr in Selbstsicherheit und lässt die gut aufgelegten Darsteller das auswendig gelernte Drehbuch bis zur letzten Minute ohne Innovationen aufsagen.

„Rubbeldiekatz“ ist sehenswert, aber weder eine großartige Komödie, noch die perfekte Romanze oder gar eine durchweg gelungene Kritik an den Medien. Ich fand den Film nur ganz nett.

Eine Kleinigkeit (Großigkeit?) zum Schluss: Warum heißt der Film „Rubbeldiekatz“? Sollte mir das irgendjemand erklären können, dann bitte keine falsche Scheu. Denn nur weil der große Bruder im Film das gefühlte 50 Mal (sinnfreierweise) sagt, lasse ich es noch lange nicht als Filmtitel gelten.

Bild

Das Bild ist den ganzen Film über ein wenig grobkörnig und bei manchen Close-ups etwas weicher, bzw. leicht unscharf. Diese weicheren Szenen fallen allerdings kaum auf und sind sehr selten, sodass man sagen kann, dass es sich um ein insgesamt sehr scharfes und damit gutes Bild handelt, sofern man sich mit der Körnigkeit und den gewollt blasseren Farben anfreunden kann.

Ton

Der Ton ist klar und bis auf wenige Ausnahmen leider ziemlich frontlastig. Dass Komödien hier deutlich mehr bieten können, bewiesen zuletzt die Muppets.

Extras

Das wohl wichtigste Extra dieser Disc ist der Making of-Schnipsel „Was bedeutet Rubbeldiekatz“. Zumindest dachte ich das, bis ich es gesehen habe. Scheinbar wusste niemand am Set, ob es jetzt irgendeinen Sinn in Verbindung mit dem Film ergibt, aber jeder fand es toll. 3 weitere Making of’s beschäftigen sich damit, uns die Kleidung, die Verwandlung Schweighöfers und die Erklärung des Films in eigenen Worten näher zu bringen. Daneben gibt es Outtakes, zahlreiche Interviews, Clips, Trailer, Musikvideos, B-Roll und und und. Eine insgesamt gelungene Auswahl, von der mir die Making of’s trotz Erklärungsnöten am besten gefallen haben.

Fazit

„Rubbeldiekatz“ ist eine harmlose Komödie auf einer qualitativ anständigen Blu-ray, die höchstens beim Ton noch einen hätte drauf setzen können.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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3 Responses

  1. donpozuelo sagt:

    Zu solchen Filmen müsstest du mich ja prügeln. Und selbst dann würde ich mich immer noch wehren. Da falle ich lieber tot um als mir einen Schweighöfer anzuschauen. So ein arrogantes Arschloch!

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