RoboCop (1987)

Filmherum:4/54 von 5 Sterne von Dominik
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Diesen Donnerstag läuft die Neuauflage (FSK12!!) von „RoboCop“ im Kino an. Grund genug, die neu erschienene Blu-ray des Originals (FSK-HELLYEAH-18!!) noch einmal unter die Lupe zunehmen.

Wer ist RoboCop? Im Detroit der nahen Zukunft wird der arme Officer Murphy von Kugeln durchlöchert. Wiederbelebt als Mensch-Maschine säubert er die Straßen vom Abschaum. Doch sein eigentlich gelöschtes Gedächtnis kehrt zurück. So deckt er eine Verschwörung auf und übt Rache.

Der Plot ist so simpel, wie es in den 80ern eben üblich war. Dennoch wusste Paul Verhoevens Film, vor allem aufgrund der Härte, sehr zu gefallen. Heute lächelt man eher über die blutigen Szenen, sowie die einstige Indizierung, die seit kurzem aufgehoben ist. Nichts desto trotz werden Gliedmaßen abgeschossen oder es explodieren Menschen. Abseits der Brutalität weiß die Verschwörungsgeschichte auch heute noch zu gefallen. Ebenso konnten mich diverse Effekte abermals überzeugen. Klar, der Fenstersturz am Ende ist so lächerlich wie eh und je, aber Murphys Gesicht auf Metallteile aufgeklebt – das sähe heute kaum besser aus.

Ginge es nach „RoboCop“, würden wir in der nahen Zukunft immer noch mit hoch toupierten Haarten und 80s-Kleidung rumlaufen. Damals hatte man eben eine andere Vorstellung von der Zukunft. Und so ist nicht nur ein Teil der Optik, sondern auch das Schauspiel eine Schau für sich. Heute belächelt man so manch eine Szene, ist dann aber doch wieder über so Leute wie Kurtwood Smith überrascht, der den klassischen Schurken mit Bravour gibt! Und wenn man dann selbst mit ihm nichts anfangen kann, dann wenigstens mit RoboCops gut durchdachten Onelinern oder den großartigen Werbespots vor und nach den immer wieder eingeblendeten Nachrichten.

Zum Abschluss alle Chor: Es gibt nur einen RoboCop, Peter Weller!

Blu-ray

Bild

Ich bin überrascht. Wenn Stop-Motion-Animationen trotz hochauflösendem Bild ziemlich überzeugend aussehen, hat man wohl alles richtig gemacht. Das Bild ist die meiste Zeit gestochen scharf und glänzt mit einem wundervollen, unaufdringlichen Filmkorn, das ich persönlich sehr zu schätzen weiß. Die Farben sind völlig in Ordnung, verweisen einerseits auf das Produktionsjahr, lassen andererseits aber immer noch den unvergleichlichen Stil des Films erkennen. Dazu ein paar knackige Kontraste und ein gelungener Schwarzwert – tip top! Sicherlich keine Referenz, aber insgesamt doch sehr gut!

Ton

Der deutsche 5.1-Ton ist ein Witz. Zwar wurde der Fehler mit der falschen Tonhöhe nun behoben, aber von Surround keine Spur. Klar sind die Stimmen gut verständlich und allgemein ergibt sich ein ansprechendes Klangbild, doch die Rear-Boxen machten während dem Stahl-Massaker Urlaub. Der englische Ton hingegen überzeugt da schon mehr. Er klingt insgesamt noch etwas hochwertiger und lässt die 5.1-Anlage im Haus nicht verhungern. Ab der Hälfte des Films habe ich ihn auf Englisch weiter angesehen.

Extras

Da ich noch nicht alle Extras angesehen habe, gebe ich hier keine Wertung ab. Gefallen hat mir allerdings das Featurette „Spezialeffekte damals und heute“, das einen sehr netten Einblick in die Entstehung diverser Spezialeffekte gibt. Ähnlich, aber bedeutend länger: „Fleisch und Stahl: Die Entstehung von RoboCop“. Witzig: „Paul Verhoevens Cameo-Auftritt“ – ein Freak. 😉

Fazit

Schließen wir einfach mit einem der zahlreichen Weisheiten RoboCops ab: „Come quietly or there will be… trouble“. Er muss gewusst haben, dass diese Blu-ray in die heimische Sammlung gehört…

Tipp: RoboCop für 11,99 EUR inkl. Versand!

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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3 Responses

  1. Chris sagt:

    Oh man, hatte mich echt auf den neuen Robocop gefreut und jetzt les ich grade bei dir, dass der FSK 12 Freigabe bekommt. Damit hat es sich mit der Freude erledigt, dachte oder hoffte, dass er ähnlich wie Dredd keine Kompromisse macht!:-( Kinobesuch hat sich damit erledigt!!Viele Grüße Chris

  2. Daniel sagt:

    Meine Wiederentdeckung meiner großen Liebe zu der Story von Robocop hat ja die Neuverfilmung ausgelöst, die ich vor kurzem gesehen habe. Kurz danach hatte ich eine aktuellere Serie von 2000 angeschaut und da war mir klar “Ich schaue mir auch die ganz alten Filme noch einmal an. Dabei habe ich dann gemerkt, dass ich mich kaum noch an den Film erinnern konnte, damals war ich 8, als er in die Kinos kam, gesehen habe ich ihn das erste Mal glaube ich mit 11 oder 12. Also schon ein paar Jährchen her. Heute, fast 30 Jahre nach Release bin ich immer noch begeistert von den Effekten, die man in den 80er Jahren schon verwendet hatte. Vielleicht ist das aber auch noch Nostalgie bei mir? Auf jeden Fall kann ich jedem, der den neuen Teil gut fand empfehlen sich auch unbedingt mal das Original anzusehen, den ich nach wie vor noch ein Stück weit besser finde. Es geht eben nichts über Peter Weller als RoboCop.

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