Repeaters – Tödliche Zeitschleife (2010)

Filmherum:3/53 von 5 Sterne von Dominik
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In „Repeaters“ erleben drei Jugendliche in bester Murmeltier-Manier ein und denselben Tag immer und immer wieder. Der gravierende Unterschied zum großen Vorbild mit Bill Murray liegt darin, dass das Trio Infernale aus Ex-Junkies besteht und diese auch zu härteren Mitteln greifen, um den immer gleichen Tag so gelungen wie möglich zu gestalten. Dadurch, dass jeder seine düstere Vorgeschichte mitbringt, wirken die gegensätzlichen Entwicklungen im Film sehr überzeugend. Während Sonia (Amanda Crew) und Kyle (Dustin Milligan) ihre eigene kleine Welt ein Stück besser machen möchten, entwickelt sich Mike (Richard de Klerk) immer mehr zum Psychopathen, der nach unzähligen Morden nicht mehr darüber nachdenkt, was passiert, wenn die Zeitschleife einmal endet.

„Repeaters“ könnte man als bitterböse Variante von „Und täglich grüßt das Murmeltier“ bezeichnen. Die Parallelen sind offensichtlich: Die Jugendlichen genießen die ersten paar Wiederholungstage, indem sie trinken, feiern oder Raubüberfälle begehen, und das alles in einer ähnlich winzigen und abgelegenen Kleinstadt. Mike ist die Schlüsselfigur in diesem Spiel und sorgt zum einen für jede Menge Blut, zum anderen aber für den entscheidenden Unterschied zum Vorbild. Die Grundstimmung ist sehr düster und wird mit zunehmenden Filmminuten nicht besser. Richard de Klerk als Mike überzeugt auf ganzer Linie als eiskalter Killer ohne Hemmungen, da ja schließlich nichts Folgen hat.

Man muss allerdings sagen, dass der Film nicht mit den immer gleichen und dennoch andersartigen Tagen zu überraschen weiß. Vielmehr fesselt der Gedanke daran, wann die Schleife endet und was zuvor geschah, bzw. was genau Mike angestellt hat. Die Einzelschicksale von Sonia und Kyle sind gut durchdacht und werden ebenso gut vermittelt, rücken aber heimlich in den Hintergrund. So erlebt der angespannte Zuschauer die brutale Mike-Show mit einem gelungenen Ende vor dem doofen Ende. Mein Tipp: Ausschalten, wenn ihr denkt, dass alles passt.

Mir hat „Repeaters“ sehr gut gefallen, da ich Zeitschleife-Filme generell mag. Er zählt nicht zu den besseren seiner Art, weiß aber durch die talentierten Darsteller und die gute Atmosphäre zu gefallen. Der Film ist etwas für Hardcore-Fans dieser Thematik, die nichts gegen einen gewissen Grad an Härte einzuwenden haben.

Bild

Die Farben sind zumeist eher blass, was aber selbstverständlich als Stilmittel zu verzeichnen ist. Dahingegen überzeugt die Bildschärfe auf voller Linie. Nur selten erlebte ich leichte Unschärfen. Das Filmkorn ist sichtbar, aber nie störend. Kurz gesagt: Sehr gut.

Ton

Ein Wort: Frontlastig. Die Surround-Effekte, sowie der Soundtrack halten sich die meiste Zeit zurück. Einen gelungenen räumlichen Ton erlebt man eher selten, wogegen aber die Sprachverständlichkeit richtig gut ist. Auch der Subwoofer darf hin und wieder seine Muskeln spielen lassen, sodass man zusammenfassend von einem zwar guten, aber nicht überwältigendem Klangbild sprechen kann.

Extras

Zwei Worte: Wendecover und schade.

Fazit

„Repeaters“ richtet sich klar an Fans von Zeitschleifen-Filmen, die einfach alles zu dieser Thematik in sich aufsaugen. Die Blu-ray überzeugt vor allem mit dem sehr guten Bild, schwächelt dafür aber leicht beim Ton und enttäuscht mit 0,5 Extras, die sich aus dem Wendecover ergeben.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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1 Response

  1. Martin sagt:

    Ich hab Repeaters auf dem letztjährigen Fantasy Filmfest gesehen und war ausgesprochen enttäuscht.
    Persönlich bin ich ein gewaltiger Fan von Zeitreise- und damit natürlich auch Zeitschleifen-Verwicklungs-Filmen.
    Nur diente das Murmeltierphänomen hier ja letzten Endes nur der Aufhänger dafür, dass das Grüppchen sich zerstreitet. Die Konsequenzen, Gründe und Mysterien des Phänomens blieben letztlich herzlich egal – und das Kernstück bot das doch sehr generische, unaufgeregte Gezanke.
    War meine Festival-Enttäuschung 2011…

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