Red Dog (2011)

Filmherum:4/54 von 5 Sterne von Dominik
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„Red Dog“ spielt in Australien, beruht auf einer wahren Begebenheit und berührt sowohl Herz, als auch Lachmuskel. Bevor ich euch erzähle, warum „Red Dog“ ein wirklich wundervoller Film ist, gibt es die Story sozusagen gratis dazu:

Westaustralien, Anfang der 1970er: Eines Tages ist er einfach da – Red Dog. Er erobert das staubige Nest Dampier im Nordwesten Australiens im Sturm. Der rothaarige Rumtreiber ist ein Reisender mit Persönlichkeit; er gehört zu niemandem, aber er ist für (fast) alle ein Freund. Manche der rauen Minenarbeiter, die aus aller Herren Länder eingewandert sind, finden Trost und Wärme bei dem Hütehund-Mischling. So lernt der italienische Bergarbeiter Vanno über Red Dog seine spätere Ehefrau Rosa kennen. Dem kräftigen Peeto leistet der Hund beim heimlichen Stricken und Musikhören Gesellschaft. Den depressiven Einzelgänger Jocko bringt Red Dog indirekt vom Selbstmord ab. Er wird in die Gewerkschaft der Minenarbeiter aufgenommen und bekommt ein eigenes Bankkonto. Auch als er in dem Busfahrer John (Josh Lucas), sein wahres Herrchen findet, lässt er „seine“ Stadt nicht im Stich – auch nicht als er John mit seiner Verlobten Nancy (Rachael Taylor) teilen muss.

Filmkritik

„Red Dog“ brachte mich zum Lachen, auch wenn der Humor hin und wieder ein klein wenig in die Überzogen-Schiene abrutscht. Da es sich hierbei aber um einen Familienfilm handelt, der alle Altersstufen (aufwärts 6) bedienen möchte, drücke ich gerne ein Auge zu. Als Hundenarr ist der Film für mich sowieso ein gefundenes Fressen. Wenn ein Hund etwas schief in die Kamera guckt, ist es ganz schnell um mich geschehen. Wie im echten Leben kann ich dann meinen Blick nicht mehr abwenden. Diese lieben, kläffenden, sabbernden Vierbeiner, die trotz all ihrer Marotten die besten Freunde des Menschen sind, lassen mich einfach nicht los. Und genau so ist das auch mit Red Dog im Film. Ein talentiertes Kerlchen, das mich zum Lachen und Schluchzen bringt. Der Film ist nämlich nicht nur Komödie, sondern auch ein klein wenig Drama. Der wahren Begebenheit nach war nicht alles perfekt und genau das zeigt auch der Film. Dennoch liegt der Fokus zu jeder Zeit auf einem Happy End, auch wenn das Ende (nach dem Ende) eher krampfhaft versucht, alles wieder in gerade Bahnen zu lenken.

Der Film unterhält von Anfang bis Ende. Der Hund ist klasse, die Darsteller sind durch die Reihe weg sympathisch, die Schauplätze mit den teils ausufernden Kamerafahrten sind fantastisch und der stimmige Soundtrack ist sozusagen das Tüpfelchen auf dem „i“. Doch wie bereits erwähnt, ist die Geschichte nicht einfach nur Friede, Freude, Eierkuchen, sondern das wahre Leben mitsamt Höhen und Tiefen. Einerseits möchte ich genau das dem Regisseur hoch anrechnen, andererseits erwarten viele vielleicht eine reine Komödie, bzw. einen Feed-Good-Film, was er im Endeffekt nicht zu 100% ist.

Mein Tipp: Lasst euch auf das Abenteuer ein! „Red Dog“ ist ein etwas anderer Familienfilm, der euch ein Lachen ins Gesicht zaubert und dabei sanft das Herz berührt.

Bild

So großartig wie das australische Outback ist auch das Bild. Nur selten kommt es zu etwas weniger scharfen Einstellungen. Höchstens in den dunkleren Szenen ist minimales Rauschen sichtbar. Da aber beide „Mäkel“ kaum auffallen, kann man hier von einer richtig gelungenen Präsentation sprechen, die vor allem in den hellen Szenen nicht nur mit ihren guten Schärfewerten überzeugen kann, sondern auch mit den starken Farben und Kontrasten, die Australien trotz all der Tristheit wunderschön erscheinen lassen.

Ton

Bereits am Anfang des Filmes ist mir aufgefallen, dass der Ton sehr frontlastig ist. Vor allem ist es schade, dass der Soundtrack nur aus den vorderen Boxen ertönt. Es gibt zwar ein paar Surround-Effekte, aber insgesamt hätte man ein klein wenig mehr Raumklang rausholen können. Die gesprochenen Texte hingegen sind zu jeder Zeit klar verständlich.

Extras

Gleich vorneweg: Das Interview des Regisseurs mit Red Dog erlebt man gleich 3x. Einmal als gesondertes Extra, einmal im Making of und dann noch einmal im Training mit dem Hund. Und siehe da, schon hätte ich die wichtigsten Extras aufgezählt. Die Unterhaltung an sich ist nämlich wirklich witzig. Das Making of ist sehenswert, mir mit nur 10 Minuten Laufzeit allerdings etwas zu kurz geraten. Ebenso erging es mir beim Training mit dem Hund. Andererseits, was will ich mit 2 Stunden Training? Und zudem übertreibe ich wohl ein wenig, da ich von Koko – so heißt der Hund wirklich – einfach nicht genug bekommen kann. Zusätzlich zum bereits genannten Bonusmaterial bietet die Blu-ray von „Red Dog“ geschnittene Szenen, ein schönes Menü und ein Wendecover.

Fazit

„Red Dog“ ist einer der Filme, die so manch eine Kinokatastrophe gerne hätten ersetzen können. Da es der Film aber nur ins Heimkino geschafft hat, befehle ich euch, zu dieser gelungenen Blu-ray zu greifen und damit den wohl schönsten und ergreifendsten Familienfilm der letzten Zeit in den eigenen vier Wänden zu erleben.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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6 Responses

  1. maloney sagt:

    Ich freu mich schon auf die Fortsetzung: Blue Dog!

  2. maloney sagt:

    Sollte ein Witz sein…aber dann hab ich bemerkt dass es Blue Dog nur in der Schweiz gibt XD

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