Rampart – Cop außer Kontrolle (2011)

Filmherum:2.5/52.5 von 5 Sterne von Dominik
Besucher:1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
(No Ratings Yet)

Woody Harrelson als sexistischer, rassistischer, brutaler, korrupter, schonungsloser und hinterhältiger Cop. Was kann da schon schief gehen? Naja, zum Beispiel das: Wenn ein großartiger Schauspieler in einem undurchschaubaren Film sein Bestes gibt, das dann aber leider nicht reicht.

„Rampart“ erzählt die Geschichte eines Cops, der ins Kreuzfeuer der Medien gerät und dadurch, der Verzweiflung nahe, immer mehr Straftaten begeht. Der Sinn der Geschichte war mir allerdings am Ende immer noch nicht klar. Manch einer spricht von Harrelsons unglaublicher Charakterentwicklung. Aber ganz ehrlich, Woody Harrelson – so überzeugend er auch spielen mag – ist von Anfang an der böse Cop. Entwicklung = Null.

Der Film zieht sich zudem ziemlich in die Länge. Den Inhalt hätte man locker in 30 Minuten untergebracht und auch sonst beförderte mich aber auch rein gar nichts aus den Socken. Wie gesagt, hätte Woody Harrelson nicht den Cop gespielt, wäre der Film eine Katastrophe. Das Drehbuch versagt auf ganzer Linie, denn am Ende ist man eigentlich noch ratloser als vorher.

Neben Harrelson erleben wir Robin Wright, Anne Heche, Icu Cube oder Sigourney Weaver. Viele große Namen, die es, wie der Hauptdarsteller, leider ebenso wenig vermögen, das miese Drehbuch irgendwie zu retten. Somit bleibt ein unterdurchschnittlicher Copthriller, den man nicht gesehen haben muss.

Bild

Schärfe: Gut bis sehr gut, aber nie Referenzwerte. Das Bildkorn ist zu jeder Zeit erkennbar, aber nie störend. In dunkleren Szenen ist die Bildschärfe etwas schwächer als in den teils extrem hellen. Insgesamt gut, sprich 4 von 5 Sterne.

Ton

Da der Film sehr dialoglastig ist, fällt das Klangbild auch dementsprechend aus. Der Center hat die meiste Arbeit und Surround-Effekte erlebt man nur äußerst selten. Der leise Score tönt manchmal aus allen Boxen, weiß aber nur selten zu begeistern.

Extras

Das Making of erklärt dem verstörten Zuschauer, warum der Film so toll ist, bzw. warum Harrelson so angetan vom Drehbuch war. Und um ehrlich zu sein, etwas anderes hätte er eh nicht sagen dürfen. „Sh*t Dave Brown says“ sind zusammengeschnittene Szenen aus dem Film mit Harrelsons gewaltigsten Wortausbrüchen. Warum man das in ca. 1 1/2 Minuten noch einmal sehen muss, ist mir ein Rätsel. Zudem gibt es noch Interviews, die leider nicht der Rede Wert sind und ein Wendecover. Ziemlich cool hingegen finde ich das Menü, das eine Szene des Films geschickt eingefangen hat.

Fazit

„Rampart“ ist in meinen Augen unnötig. Es gibt unzählige weitere Copthriller, die die gleiche Thematik besser auffassen und dabei eine wirkliche Charakterentwicklung präsentieren. Die Blu-ray überzeugt mit einem guten Bild und der gut verständlichen Sprachausgabe. Die Extras sind Standardware.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan… Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

Jetzt bei Amazon einkaufen und sparen

Das könnte dir auch gefallen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.