Nova Zembla – Unbekanntes Land (2011)

Filmherum:3/53 von 5 Sterne von Dominik
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Amsterdam, 1596. Während Holland unter der spanischen Seeblockade leidet, bricht eine gefährliche Schiffsexpedition unter dem Kommando von Willem Barents und Kapitän Jacob von Heemskerk auf, um eine neue Seeroute nach China zu finden. Mit an Bord ist der junge Gerrit de Veer, der in die Tochter des berühmten Astronoms Petrus Plancius verliebt ist. Gerrit will sich auf der Expedition beweisen, um Catherina endlich heiraten zu dürfen. Die Bedingungen auf dem Schiff sind schwierig für Gerrit, der Ton innerhalb der Crew ist rau. Auf ihrem Weg durch das Polarmeer versuchen Barents und Heemskerk die Insel Nova Zembla nördlich zu umfahren, doch dann bleibt das Schiff im Eis stecken. Die Crew muss fortan im arktischen Winter um ihr Überleben kämpfen…

Filmkritik

„Nova Zembla“ habe ich mir nach dem ansprechenden Trailer gerne angesehen und wurde zumindest im Ansatz nicht enttäuscht. Der Film mag vielleicht schauspielerisch nicht gänzlich zu überzeugen wissen, ist aber ein tolles Kostüm-, Landschafts- und Kulissenspektakel, das die eisige Kälte des Nordens mit Leichtigkeit ins Wohnzimmer weht. Dabei erinnerte mich der Film stellenweise sehr an „The Grey“ mit seiner ruhigen Art und der ständigen Bedrohung im Hintergrund. Denn anders als erwartet wird höchstens die Hälfte des Films auf dem Boot verbracht. Gut ein Drittel zum Ende hin befindet sich die bereits dezimierte Mannschaft im Winterschlaf, bedroht von Eisbären und der klirrenden Kälte.

„Nova Zembla“ beruht auf einer wahren Begebenheit und ist vielleicht gerade deshalb sehenswert. Dass es damals nicht so einfach war mit einem Schiff durch die Eisdecken zu brechen, wird hier beeindruckend – wenngleich im Off – dargestellt. Und dennoch war ich nicht gänzlich vom Film überzeugt. Die Darsteller sind allesamt gut aufgelegt, halten aber nicht mit Hollywoods Besten mit. Zudem hat der Film einige Längen, durch die man sich wie ein Eisbär durchbeißen muss. Hat man das geschafft, wird man mit einem seltsamen Happy End belohnt, dass letztendlich die lang gehegte Vermutung bestätigt, man hätte eine Art Liebesfilm gesehen. Verwirrend.

nova-zembla-szenenbild

Blu-ray

Bild

Das Bild der Blu-ray ist klasse. Die Farben wirken bewusst ausgewaschen, aber abseits davon überzeugte vor allem die hervorragende Schärfe, sowohl in Nah- als auch Fernaufnahmen. Der Schwarzwert hätte hier und da etwas kräftiger ausfallen können, aber das leichte Grau hatte durchaus auch seine Vorteile: Da sich das Geschehen sehr oft im Dunklen abspielt, konnte man so noch ausreichend viel erkennen.

Ton

Der Soundtrack ist zuweilen sehr räumlich und damit das Highlight des Tons. Die Stimmen und zahlreiche Effekte ertönen leider nur aus den vorderen Boxen und wären für 2.1 gut, für 5.1 aber definitiv zu langweilig.

Extras

Das Making of ist sehenswert – und wenn man ehrlich ist – das einzig nennenswerte Extra dieser Blu-ray-Disc. Dafür fiel es aber einigermaßen ausführlich und charmant aus. Charmant deshalb, weil man zahlreiche Einblicke in die Arbeit des Regisseurs erhält und etwas über die Hintergrundgeschichten diverser Schauspieler erfährt.

Fazit

Ein Nummer-1-Hit in Holland, ein zweitklassiger Film überall anders, wenngleich die Holländer auf dem richtigen Weg sind. Ich saß oft gebannt vor dem Fernseher und freute mich über das sehr ansprechende Bild.

© 2013 Pandastorm Pictures GmbH

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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