Merida – Legende der Highlands (2012)

Filmherum:4.5/54.5 von 5 Sterne von Dominik
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(4 votes, average: 4,00 out of 5)

Der Rotschopf Merida macht ab dem 5. Dezember das Heimkino unsicher. Höchste Eisenbahn, dass ich euch erzähle, warum die Scheibe bei euch im Blu-ray-Player landen sollte!

Filmkritik

Merida“ kassierte im August ganze 4 von 5 Sterne von mir. Meine mittlerweile 2. Sichtung des Films ändert nichts an dieser guten Meinung, die wie folgt ausfiel:

„Merida – Legende der Highlands“ ist ein fantastisch gemachtes und extrem unterhaltsames Märchen für Jung und Alt. Das schottische Setting mitsamt all seiner Mythologie tut dem Film extrem gut und lässt beinahe darüber hinweg sehen, dass die Geschichte selbst nicht wirklich neu ist.

Eigentlich wäre damit alles gesagt. Der Film macht richtig viel Spaß und zeigt einmal mehr, dass Animationsschmieden, wie in diesem Falle Pixar, sich stetig weiterentwickeln und dem faszinierten Zuschauer immer wieder mit bezaubernden Filmen die Kinnlade lockern.

Ich mag „Merida“ und kann den Film nur empfehlen. Zwar gefallen mir persönlich andere Animationsfilme wie beispielsweise „Oben“ besser, aber insgesamt handelt es sich auch bei diesem bärigen Abenteuer um ein kleines Meisterstück, das sich Animationsfans nicht entgehen lassen sollten.

Blu-ray

Bild

Ich bin es schön langsam leid, immer nur positives über Pixar-Filme zu berichten. Ständig ist das Bild hervorragend. Dauernd sind die Farben prächtig, die Kontraste perfekt oder die Schärfe umwerfend. Ich habe die Nase gestrichen voll davon! ABER: Es ist nun einmal so. Wenn es darum geht, hochwertiges Material auf das aktuell hochauflösendste Medium im Heimkinobereich zu pressen, dann hat Disney bereits seit langem die Nase vorne. „Merida“ (in atemberaubendem 2D) ist fantastisch. Hier stimmt alles und irgendwelche klitzekleinen Pseudofehlerchen, die möglicherweise andere Kritiker bemängeln, möchte ich bewusst vernachlässigen. Ich krieche nicht mit der Lupe in den Bildschirm hinein, sondern betrachte Filme aus der Ferne und aus der Nähe. Ich achte auf den Schwarzwert, die Plastizität und und und. Was es eben so alles gibt. Und bei „Merida“ auf Blu-ray gibt es genau all das in einer hervorragenden Qualität. Punkt.

Merida Szenenbild

Ton

Jetzt sind wir aber überrascht. Sind wir das? Ja, sind wir. Nachdem ich bereits bei „The Dark Knight Rises“ die englische Tonspur getestet habe, ließ ich es mir nicht nehmen, genau das auch hier zu machen. Allerdings sind die Unterschiede bei dieser Blu-ray nicht gar so gravierend. Das liegt erst einmal daran, dass die deutschen Synchronsprecher hervorragend sind und vor allem Merida auf deutsch beinahe so klingt, wie im O-Ton. Beide Ausgaben sind klar, kraftvoll und sehr räumlich. Wenn beispielsweise Pfeile vorbeizischen und Merida wie von der Tarantel gestochen mit ihrem Pferd durch die Gegend reitet, kommt man sich vor, als würde man bei voller Fahrt seinen Kopf aus Fenster eines Zuges stecken.

Eigentlich sind beide Tonspuren sehr gut, wäre da nicht das Quäntchen Hochwertigkeit, das man beim englischen 7.1 Dolby True HD-Ton heraushört. Dieser Unterschied ist wahrnehmbar, aber bestimmt nicht entscheidend. Deshalb mein Tipp: Anhören was gefällt, da alles sehr gut klingt. (Der deutsche Ton wurde mit den 4,5 Sternen bewertet.)

Extras

Was für ein Bonushaufen. Äh, ich meine natürlich ein Haufen an Bonusmaterial. Selbstverständlich ist der wunderschöne Kurzfilm „La Luna (Mondlicht)“ endhalten, der genau wie „Merida“ selbst mit einer extrem guten Bildqualität punkten kann. Zudem befindet sich auf der Blu-ray noch der Kurzfilm „Die Legende von Mor’du“, der zwischen dem gewohnten Animationsstil des Films und einem stark vereinfachten switcht. Die Geschichte selbst ist in Ordnung und sozusagen die Vorgeschichte des bitterbösen Bären Mor’du, die man aber auch aus dem Film selbst heraushören kann, wenn man nur will.

Ich switche nun ebenso weiter zu zahlreichen kleinen und durch die Reihe weg sehenswerten Featurettes, von denen ich euch vor allem „Schöne alte Welt“ empfehlen möchte, das euch, zusammen mit dem Animationsteam, nach Schottland entführt. Ich weiß jetzt schon, wo mein nächster Urlaub hingeht…

Ihr habt noch nicht genug? OK, es gibt Erweiterte Szenen, die – wie so oft – interessant, aber relativ unnötig für das Filmerlebnis sind/waren. Einfach ansehen und selbst entscheiden.

Zu den Extras zählt bei mir immer auch das Wendecover, das hier leider fehlt. Dafür ist das Menü relativ schön, bzw. übersichtlich gestaltet.

Fazit

„Merida“ ist nicht Pixars bester Animationsfilm, aber auf jeden Fall ein Kleinod, das auf dieser hervorragenden Blu-ray bei euch einen schönen Platz im Regal finden möchte.

©2012 Disney/Pixar. All Rights Reserved.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan… Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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5 Responses

  1. donpozuelo sagt:

    Oh mein Gott, die Haare!!! Die Haare!!! So genial wie Pixar das wieder mal gemacht hat. Wenn das so bei „Rapunzel“ ausgesehen hätte… hach!!! Ein toller Film!

  2. maloney sagt:

    Ich fand ihn einen der besten, besonders animationstechnisch!

  3. mr. stone sagt:

    Story (2,5 P):
    „Yeah, ein neuer Animationsstreifen!“ *freu*
    „Von wem? Pixar oder Dreamworks?“
    „Pixar! Aber eigentlich auch egal…“
    „Cool! Endlich wieder was zum Lachen, witzige Figuren, kreative Ideen, spaßige Action,…Unterhaltung pur!“

    – 90 Minuten später –

    *Gääääääähn* „Was war DAS denn?“
    „Keine Ahnung! Aber es war nicht zum Lachen, es gab auch keine witzigen Figuren, kreative Ideen waren ebenfalls abwesend und die spaßige Action konnte ich nirgends entdecken…eigentlich war er auch nicht wirklich unterhaltsam.“
    „Wie heisst der Film nochmal?“
    „Merida!
    „Ist das der Originaltitel?“
    „Nein. Brave heisst er im Original.“
    „Mutig…tapfer!?!? Hast du was davon mitbekommen?“
    „Nein“

    Ich versuch mich kurz zu halten.
    In meinen Augen ist Brave ein Totalausfall, wenn man von den Animationen mal absieht. Die Charaktere sind 08/15, die Action ebenfalls und nicht spaßig und nur zum Teil spannend, wirklich kreative Ideen gibt es keine und die dargebotenen Witze sind zu 90% einfältiger Slpastick und ganz klar auf Kinder-Niveau; eine Handvoll Schmuzler schleichen sich mal aufs Gesicht und ein, zwei Ideen sind im Ansatz gut gelungen, aber alles drum herum ist einfach nur einfältig. Die Story ist langweilig, wirkt extrem feministisch und könnte als Hard-Core-Emanzipations-Propaganda-Material verstanden werden. Versteht mich bitte nicht falsch. Emanzipation ist voll okay. Viele Frauen sind ganz klar die besseren Bosse und Gleichberechtigung ist gut (dieser Satz ist 100% frei von jeglichem Sarkasmus oder Doppeldeutung geschrieben).
    Aber Brave geht das Thema mit einem Holzhammer an und zeichnet alle männlichen Figuren auffallend blöde. So denken wir Männer nur ans Feiern, Essen, Prügeln oder Dummheiten und bekommen kaum zusammenhängende Sätze hinaus – wow. Das nenn´ich mal kreativ. Man könnte hier noch tiefer ins Material eintauchen und evtl. psychologische Gutachten über die Regisseure oder Regisseurin und Drehbuchautorin machen; das lass ich jetzt aber bleiben.
    Wurden in „älteren“ Werken noch „klassische“ Themen, wie Freundschaft, Zusammenhalt, Liebe oder Für Einander Einstehen behandelt, ist die Botschaft in Brave doch eher plump. Zwar handelt der Film auch von der Liebe einer aufmüpfigen Tochter zu ihrer konservativen Mutter, deren Entzweiung, sowie deren Versöhnung, jedoch kommt dies nicht sonderlich ansprechend rüber.

    Da ich mich jedoch nicht zum Zielpublikum zählen kann und der ganze Quark, der hier präsentiert wird, Kindern wahrscheinlich garnicht auffällt und diese sich eher von den schönen Bildern, dem kindischen Humor und Animationen begeistern lassen, mag der Film für seine Zielgruppe noch funktionieren und ich vergebe wertfreie 2,5 Punkte.

    Erwachsene, die sich Klassiker wie Wall-e, Toy Story, Findet Nemo, The Incredibles etc. immer wieder anschauen können, sich an den schönen Geschichten, fantastischen Figuren und Persönlichkeiten, dem grenzenlosen Einfallsreichtum, den Homagen an „alte“ Filmklassiker und spaßiger Action erfreuen und die Filme genau deshalb lieben, werden mit dieser Schnarchgranate in fast allen Belangen entäuscht werden.

    P.S.: Danke Academy! Wieder einmal hast du bewiesen, dass Kreativität, ein gutes, innovatives Drehbuch und einfallsreiche Charaktere, sowie ein generell ansprechendes Storytelling und Konzept nicht notwendig sind, damit ein Oscar vergeben wird.
    Zwar habe ich Wreck It Ralph, Die Piraten und Frankenweenie noch nicht gesehen, aber wenn dieser Stinker das Beste ist was 2012 an Animationen zu bieten hatte, müssen die anderen Kandidaten unterirdisch schlecht sein.

    Bild (5 P):
    Wer schon andere Blu Rays aus der Animationsecke gesehen hat und entsprechende Qualität erwartet wird nicht enttäuscht. Referenz – wie gewohnt!

    Sound (Engl. MA-Audio) (4 P):
    Im Grunde lässt sich nichts Negatives über diesen 7.1 Mix sagen. Leider ist er jedoch, genau wie der Film, zu einfallslos und Opfer der mangelnden Kreativität geworden. Und nur deshalb ziehe ich einen Punkt ab.
    Es gibt ein paar sehr schöne Umgebungsgeräusche, die Filmmusik kann sich gut entfalten, die Räumlichkeit ist gelungen, die Balance stimmt, die Dialogwiedergabe ist astrein, alle Kanäle machen sich bemerkbar und ein Unterschied zu 5.1 ist deutlich spürbar und auch ein teils kräftiger und präziser Bass darf zuhauen – viel Abwechslung und Kreativität ist leider nicht gegeben. Schade!

    Extras (3 P):
    Nicht gesichtet und daher wertfreie 3 Punkte.

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