Jagd auf einen Unsichtbaren (1992)

Filmherum:2.5/52.5 von 5 Sterne von Dominik
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Nick Halloway (Chevy Chase) ist ein charmanter Tagedieb und Weiberheld, der sich stets mit dem geringsten Widerstand durchs Leben schummelt. Nach einer Tagung in einem Bürogebäude, in dessen Untergeschoss ein Laborunfall stattfindet, erwacht er auf einem Sofa und stellt fest, dass er unsichtbar geworden ist. Der CIA-Agent David Jenkins (Sam Neill) entdeckt Nick, als dieser das Gelände verlassen will; von da an heftet sich der Geheimdienst an die Fersen des Unsichtbaren, um ihn als Versuchskaninchen zu benutzen. In der hübschen und smarten Zufallsbekanntschaft Alice (Daryl Hannah) findet Nick eine Mitstreiterin auf der Flucht vor dem Geheimdienst.

Filmkritik

„Jagd auf einen Unsichtbaren“ ist ein Film aus meiner Jugend. Gott, was war ich beeindruckt, als ich sah, bzw. nicht sah, wie ein Unsichtbarer rauchte, Sachen durch die Gegend warf oder machen konnte was er wollte. Eigentlich ist es doch der Traum eines Jeden, irgendwann einmal unsichtbar zu sein und zu tun und lassen, was er will. Doch die „Jagd auf einen Unsichtbaren“ zeigte auch die Schattenseiten der scheinbaren Abwesenheit. Er zeigt, wie schlimm es ist, wenn man sich selbst nicht sehen kann, oder wie eklig es aussieht, wenn man etwas isst und beobachten kann, was im Körper mit den Speisen und Getränken passiert. Der Film war damals einzigartig und toll gemacht. Auch heute noch überzeugt er mich mit seinen großartigen Effekten. Und man muss dazu sagen, dass damals noch nicht alles mit dem Computer gemacht wurde!

Chevy Chase ist sowieso einer meiner Lieblingsschauspieler und brilliert in dieser doch eher ernsten Rolle durch seine charmante, aber auch bestimmende Art. Er kann genauso witzig, wie auch verzweifelt sein. Oh man, Chevy Chase könnte Kühlschränke an Pinguine verkaufen. Im Film ist er allgegenwärtig, auch wenn man ihn einmal nicht sieht. Unterstützt wird sein Handeln vom großartigen Soundtrack, dessen Titelmelodie sich durch den Film zieht wie ein roter Faden. Doch auch Sam Neill als Verfolger ist wie so oft großartig und ein genialer Bösewicht. Erwähnenswert wäre dann noch Daryl Hannah, die einfach nur hinreißend ist und mithilfe von Chase im Film nicht untergeht.

Die „Jagd auf einen Unsichtbaren“ zählt auch heute noch zu meinen Lieblingsfilmen, da er in Würde gealtert ist, aber noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Die Effekte können sich auch heute noch sehen lassen und die Atmosphäre, die Komik und der Charme des Films bleiben für alle Zeit unvergessen.

Bild

Ich war sehr gespannt darauf, wie das Bild zu einem Film aus dem Jahr 1992 wohl überarbeitet wurde. Und soviel kann ich schon einmal sagen: Die Bildschärfe stimmt. Referenzwerte erreicht man allerdings deshalb nicht, da es zu häufig leichte Unschärfen gibt und selbst die schärfsten Stellen einfach nicht an Titel wie „Avatar“ heranreichen. Zudem ist der Film von vorne bis hinten von Bildverschmutzungen durchzogen, die mich allerdings weniger gestört haben. In einigen dunklen Szenen erlebt man heftiges Bildrauschen und der Schwarzwert lässt häufiger zu wünschen übrig. Doch so krass das jetzt auch klingen mag, insgesamt bin ich sehr zufrieden mit der Überarbeitung. Vor allem die zahlreichen, sehr scharfen und unverfälschten Minuten haben mich begeistert.

Ton

Der Dolby Digital 2.0-Ton ist so, wie man es von Produktionen dieses Jahrgangs gewohnt ist. Etwas überspitzte Höhen und nur selten ein überzeugendes Volumen. Dennoch – oder gerade deshalb – sind die Stimmen klar verständlich und der Soundtrack so altmodisch-eingängig wie eh und je.

Extras

Niente.

Fazit

Schade, dass 0 Extras die Wertung dermaßen in den Keller ziehen. Der Film ist nämlich eine absolute Wucht und so etwas wie ein Geheimtipp für alle CGI-verwöhnten Bengels da draußen, die die Macht der guten alten Filmkunst durch und durch spüren sollten. Vor allem das Bild der Blu-ray macht diese Scheibe empfehlenswert, da man viel Wert auf eine überzeugende Schärfe gelegt hat. Der Ton ist für eine 90er-Produktion typisch und einfach nur in Ordnung.

Noch einmal an alle: Lasst euch dieses gute Stück Filmgeschichte nicht entgehen!

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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5 Responses

  1. donpozuelo sagt:

    Den Film habe ich früher geliebt und bestimmt dutzende Male gesehen. War genauso beeindruckt von den Effekten wie du. Seitdem habe ich den aber auch nie wieder gesehen.

  2. donpozuelo sagt:

    Also so, wie es mir mit „Flash Gordon“ ging, bevor du es mit „Flesh Gordon“ zerstört hast. *schniefschnief*

    Da sag ich jetzt einfach mal „Hollow Man“ 😛

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