Headhunters (2011)

Filmherum:3.5/53.5 von 5 Sterne von Dominik
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5,00 von 5 Sterne (1 Bewertung(en))

Schwedische Filme mit einem Hauch Hollywood? Ja, das gibt’s! Und „Headhunters“ ist einer davon.

Story

Tagsüber gilt Roger Brown als eiskalter Headhunter, ein smarter Postenvermittler, der zu Recht zu den Topverdienern seines Metiers zählt und mit seiner Frau Diana auf großem Fuß lebt. Um seine Komplexe abzufedern und die schöne Gattin mit Luxus zu verwöhnen, führt der eigentlich andauernd klamme Erfolgstyp ein Doppelleben als Kunstdieb und stiehlt nachts seinen Kunden wertvolle Gemälde. Als er bei Clas einen echten Rubens entwendet, gerät er in Teufels Küche. Denn das Ex-Special-Forces-Mitglied beginnt eine knallharte Menschenjagd auf ihn.

Filmkritik

„Headhunters“ beginnt wie ein nettes kleines Filmchen für Zwischendurch. Roger Brown überspielt geschickt seinen Minderwertigkeitskomplex, steckt bis zum Hals in Schulden, hat dafür aber eine wunderschöne Frau, ein tolles Haus und einen guten Job. Eines Tages gerät er an den falschen Mann. Clas ist sein Name und dieser macht Jagd auf ihn. Und was dann kommt, habe ich so in dieser Form noch nicht erlebt. Der Film schlägt urplötzlich einen ganz anderen Weg ein. Roger Brown ist fortan nicht mehr der smarte Typ, sondern nur noch auf der Flucht. Dabei muss er auch enorm viel einstecken, was mit teils sehr blutigen Bildern und schockierenden Aufnahmen gezeigt wird. Zum Ende hin gibt es dann die große Auflösung mit mehreren wirklich coolen Twists. „Headhunters“ hat mich trotz eines kleinen Einbruchs in der Mitte wirklich sehr begeistert. Der Film konnte mich fesseln, begeistern und sogar des öfteren zum Lachen bringen, auch wenn es nicht immer angebracht war. Im Making of wird oft davon gesprochen, dass man mit dem kleinen Budget gerne einen Film im Hollywood-Style drehen wollte. Hey Leute,… das ist euch gelungen!

Auszusetzen gibt es eigentlich nichts, außer dem vielleicht etwas lächerlichen Part in der Mitte. Hätte man hier die bis dahin gut aufgebaute Spannung beibehalten, wäre der Film noch um einiges besser. Dafür überzeugen aber die Darsteller auf ganzer Linie. Aksel Hennie als unfreiwilliger Loser, Nikolaj Coster-Waldau als perfekt agierender Bösewicht oder Synnøve Macody Lund als scheinbar hinterhältige Ehefrau sind – ich sage es wie es ist – genial!

Ich fand den Film richtig gut. Vor allem die großartige Auflösung, sowie die darauf folgenden Szenen ließen mich beinahe ein paar kleinere Schwächen in der Mitte vergessen.

Bild

Das Filmkorn ist vor allem in dunkleren Szenen stärker erkennbar, aber nicht störend. Das einzige dadurch entstehende Problem ist, dass einige Details verloren gehen. Dafür ist das etwas farbarme Bild aber zu jeder Zeit sehr scharf.

Ton

Ganz ehrlich? Manch eine große Produktion klingt nicht so gut wie „Headhunters“. Es gibt diverse Surround-Effekte, einen räumlichen Score, sowie zu jeder Zeit klar verständliche Stimmen. Für das hier Dargebotene ist der Sound richtig gelungen!

Extras

Hervorzuheben ist das einzige Extra der Disc, das sich als etwa 20-minütiges und sehr ausführliches Making of herausstellt. Ein Wendecover gibt es leider nicht.

Fazit

„Headhunters“ könnte man beinah als Überraschungshit bezeichnen. Mich haben Film und Blu-ray größtenteils begeistert.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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3 Responses

  1. donpozuelo sagt:

    Oha, klingt wirklich gut. Hatte ich so gar nicht auf dem Schirm!!!

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