Get the Gringo (2012)

Filmherum:4/54 von 5 Sterne von Dominik
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4,00 von 5 Sterne (1 Bewertung(en))

„Get the Gringo“ habe ich im Kino leider verpasst, und das obwohl ich den Film unbedingt sehen wollte. Den vielen schlechten Kritiken zum Trotz, bin ich großer Mel Gibson Fan, was sich jetzt im Nachhinein wieder einmal ausgezahlt hat. Ein paar Falten und graue Haare mehr, aber unverkennbar Mel Gibson, wie zu seinen besten Zeiten.

In „Get the Gringo“ landet unser namenloser „Held“ in einem mexikanischen Gefängnis und muss sich den Gepflogenheiten dort erst einmal anpassen, was er mit einem seiner zahlreichen, genialen Oneliner besiegelt:

Is this a prison, or the world’s shittiest mall?

Doch so richtig neu ist ihm dieses Umfeld nicht, da er nicht zum ersten Mal im Gefängnis sitzt und in seiner Ego-Laufbahn schon zahlreiche Dinger gedreht hat. Und obwohl man es erwarten könnte, ist der Film keine One-Man-Show, sondern legt viel Wert auf die Nebendarsteller, allen voran seinen kindlichen Sidekick, großartig gespielt von Kevin Hernandez. Als Team kämpfen sie zum einen dafür, dass Mel Gibson alias Gringo wieder an sein Geld kommt, zum anderen aber auch für den Jungen, dem ein schweres Schicksal bevorsteht. Dabei geht der Gringo voll in seiner unfreiwilligen Vaterrolle auf und darf sogar mit der Mutti anbandeln.

Der Film beginnt lustig, driftet dann ab in Richtung Blutbad und findet schlussendlich den Ausgang mit der Aufschrift „tolle Auflösung“. „Get the Gringo“ macht wirklich viel Spaß, auch wenn der Film an sich keinen Innovationspreis gewinnen dürfte. Zu einfach ist die Geschichte, zu oft hat man vergleichbares bereits gesehen. Und doch hat er dieses gewisse Etwas, eine beeindruckende Kulisse – der von Prison Break Staffel 3 nicht unähnlich – und eben Mel Gibson, der den Fans auch heute noch mit wenigen Gesichtszügen zeigen kann, was er drauf hat.

Blu-ray

Bild

Geprägt von Farbfiltern und dem daraus resultierenden Gelbstich bleibt eine perfekte Wertung aus. Viele dunkel gehaltene Szenen verlieren durch die Filter oft an Schärfe, bzw. gewinnen an Rauschen. Im Tageslicht sieht das dann schon etwas anders aus. Die Bilder sind zumeist sehr scharf und sprechen so für den Kauf der Blu-ray.

Ton

„How I Spent My Summer Vacation“ – der Originaltitel spricht Bände, wenn es um den Soundtrack geht. Kein deprimierender Score, sondern beste mexikanische Urlaubsstimmung wird vermittelt – ein Drama sollte der Film schließlich nie sein. Die Musik ertönt aus sämtlichen Lautsprechern und ein paar nette Surround-Effekte versüßen den Ausflug in das Gefängnis. Einzig ein paar gesprochene Sätze hätten etwas lauter ausfallen dürfen. Vor allem im Mittelteil bleibt ein Griff zur Lautstärketaste nicht aus.

Extras

Ein paar Trailer, 3 Featurettes und ein Making of. Das hat sich nicht gewaschen, ist aber dennoch sehenswert. Vor allem das Making of, das vor und hinter der Kamera zeigt, wie Mel seine Finger im Spiel hatte. Doch auch die Featurettes wussten mich zu begeistern, da ich unter anderem einen netten Einblick hinter die Kulissen des Schauplatzes erhielt.

Fazit

Auch wenn Mel Gibson oftmals ins Kreuzfeuer gerät, ein guter Schauspieler ist er allemal. Diesem Sympathiebolzen verzeihe ich es sogar, dass sich sein Charakter Gringo darstellerisch nur wenig von seinen anderen gespielten Charakteren unterscheidet. „Get the Gringo“ ist ein spaßiger Film geworden, den man sich vor allem als Gibson-Fan ansehen sollte! Die Blu-ray ist insgesamt gelungen, wenngleich diverse Filtereinsätze stellenweise deutlich an der Bildqualität nagen.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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1 Response

  1. 20. April 2016

    […] Filmherum: 4/5 Sternen Die Nacht der lebenden Texte […]

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