Gamer

Filmherum:3.5/53.5 von 5 Sterne von Dominik
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3,00 von 5 Sterne (2 Bewertung(en))

Gerard Butler in einem Ego-Shooter Movie der etwas anderen Art? Der feuchte Traum eines jeden Call of Duty Fans, der durch „Doom“ nicht vollends befriedigt wurde! Doch ist der visuelle Overdrive der Crank-Macher auch wirklich genau das, was man erwartet..?

Story

Milliardär Ken Castle (Michael C. Hall) ist der Erfinder von „Slayers“, einem Online-Game, in dem verurteilte Mörder zu ferngesteuerten Spielfiguren von den Usern werden. In riesigen Wettkampfzonen voller künstlicher Actionszenarios müssen sie um ihr Leben kämpfen – gegen ihren Willen und ohne Kontrolle über das, was sie tun. Kable (Gerard Butler) ist die Figur des Teenagers Simon, und unangefochtener Held dieser Cyber-Arena. Millionen von Zuschauern haben weltweit verfolgt, wie er das tödliche Spiel bis jetzt überstand. Doch eigentlich sucht er nur ein Schlupfloch zur Flucht, um wieder mit seiner Familie vereint zu sein. Als die Untergrundbewegung „Humanz“ zu Kable Kontakt aufnimmt, scheint es einen Ausweg aus der Hölle zu geben…

Filmkritik

Der Film beginnt gleich mit einer Actionsequenz, wie man sie aus den zahlreichen Ego- oder 3rd-Person Shootern kennt. Man verfolgt seinen Kämpfer auf dem virtuellen Schlachtfeld und schießt die achsobösen Feinde ab. Dass man in „Gamer“ echte Menschen abschießt und zudem einen echten Menschen, in unserem Falle Kable, steuert, ist hier das besondere daran. Wie bereits erwähnt, beginnt der Film mit einer Actionsequenz. Schnelle Schnitte, große Explosionen, Kugelhagel, Blut und Gedärme. Gamer ist vieles: Schnell, brutal und vorerst noch interessant. Im weiteren Verlauf des Films stellt sich allerdings heraus, dass der Film so bleibt. Die viel zu schnellen Schnitte, die sich drehende Kamera, die teilweise krassen Farben – hey, seh ich mir hier Crank 2 an..? Die Idee an sich ist toll! In der Zukunft steuert man echte Menschen, anstatt virtueller Figuren. Nur hapert es an der Umsetzung. Mir persönlich war schon Crank 2 viel zu abgedreht. Wenn man viel zu viele Stilmittel wie Zeitlupe, Farbspiele oder drehende Kamera und verschiedene Blickwinkel im Sekundenwechsel in einem Film wählt, wirkt das Ganze eher unfertig als stylisch. Wahrscheinlich störten mich diese Aspekte am meisten. Mal abgesehen davon, dass lediglich Gerard Butler interessant war. Alle anderen Darsteller hätte man nach Belieben austauschen können.

Es bleibt ein reiner Actionfilm, der brutal und abgedreht ist. Für alle, denen Epilepsie nichts sagt, und die schon bei Crank 2 keinen Schwindelanfall bekamen, ist der Film sicherlich zu empfehlen. Wer allerdings Tiefgang, gute Darsteller oder optische Highlights sucht, ist hier fehl am Platz.

Bild

Beim Bild hingegen hat man so gut wie alles richtig gemacht. Die Körnigkeit des Films lässt auf wenig Einsatz von Rauschfiltern oder ähnlichen schließen. Zudem passt das sehr gut zum Film. Soll es doch die Rauheit der Kampfszenen unterstreichen. Die Farben sind je nach Szene entweder knallig bunt oder kontrastarm gehalten. Das liegt weniger an der Umsetzung der Blu-ray als an den Stilmitteln des Films. Einige Szenen sind sehr weich, was allerdings daran liegt, dass es sich um schlechte Fernsehbilder handeln soll – also wieder so gewollt! Ich bin sehr zufrieden mit der Umsetzung! Die Schärfe stimmt, Bildfehler gibt es keine.

Ton

Kugelhagel ole! Schön, wirklich schön, was einem hier beständig um die Ohren fliegt. Sicherlich ist der Soundtrack Geschmackssache, aber die Kugeln, die einem am Ohr vorbei zischen machen alles wieder wett. Hier fühlt man sich wirklich wie im Videospiel. Mittendrin, als wäre man selbst der Einzelkämpfer! Der Woofer macht kräftig Bumms bei Explosionen und auch sonst war ich mit der Abmischung sehr zufrieden.

Extras

Zuerst: Die Blu-ray hat ein Wendecover! Ciao FSK – der Sticker verschwindet innen. Das gibt Pluspunkte! Das Menü ist schön aufgebaut. Auch das erinnert mehr an ein Videospiel als an ein Blu-ray Menü. Zur Wahl stehen diverse Interviews mit den Darstellern, sowie mehrere Making ofs oder zum Beispiel auch „Cheat Codes“, der interaktive Modus. Was genau das ist,… lasst euch überraschen. Ich fands „ganz nett“. Mehr nicht 😉

Insgesamt ausreichend. Zudem etwa zu 90% HD-Material, was man sogar vor Auswahl des jeweiligen Extras mitgeteilt bekommt. Auch mal eine gute Idee!

Fazit

Ein Film, den man entweder mag oder nicht auf einer richtig guten Blu-ray. Wie ihr bereits oben lesen konntet: Wenn ihr Crank 2 mochtet, könnt ihr auch hier bedenkenlos zugreifen. Gerard Butler ist nicht nur ein Liebeskomödienfuzzi, sondern auch ein richtig guter Actiondarsteller. Auch wenn ihm hier hin und wieder das Drehbuch einen Streich spielte…

P. S. Auf eine eventuelle Message, dass Second Life oder Egoshooter nicht so doll sind, gehe ich jetzt nicht ein. Das hat nämlich – falls gewollt – nicht funktioniert!

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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1 Response

  1. 1. Januar 2016

    […] Filmherum: 3,5/ 5 Sternen Das Medienjournal: 7/10 Punkten […]

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