Frozen

Filmherum:2.5/52.5 von 5 Sterne von Dominik
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Ein spaßiger Ausflug auf die Piste, entwickelt sich für drei Studenten zum Alptraum ihres Lebens, als sie vor der letzten Abfahrt im Skilift stecken bleiben Als die Pistenpatrouille die Nachtbeleuchtung abschaltet, erkennen Dan, Joe und Parker mit zunehmender Panik, dass man sie im Skilift weit über dem Erdboden hängend vergessen hat. Ohne Aussicht auf Rettung ist das Trio fest entschlossen, verzweifelte Maßnahmen zu ergreifen, um dem eisigen Tod zu entkommen. Doch bald müssen die Drei feststellen, dass sie weitaus mehr zu fürchten haben als nur den eisigen Tod. Im Kampf ums Überleben müssen sie sich fortan der Frage stellen, ob ihr Überlebenswille stark genug ist, um einem grausamen Tod zu entkommen…

Filmkritik

Die Idee, das Filmgeschehen auf nur einen Ort zu beschränken ist nicht neu und wird derzeit immer öfter aufgegriffen. Diesmal beschränkt sich das kalte Treiben auf einen Sessellift mit 3 Freunden, die der Eiseskälte ausgesetzt sind. Die Darsteller sind recht unbekannt und leider auch nicht sonderlich talentiert. Zumindest hatte ich nie das Gefühl, als ob die allzu kühle Stimmung passend vermittelt wird.

Das größte Problem von Frozen ist in meinen Augen der sinnlose Leerlauf, der schon mit der viel zu langen Einführung der Charaktere beginnt. Bis es endlich mal zur Sache geht, vergehen wertvolle Minuten, die in weitaus mehr Spannung investiert werden hätten können. Und wenn es endlich mal zur Sache geht, dann ist die Luft innerhalb weniger Minuten oder gar Sekunden wieder raus. Mir ist klar, dass mit nur 3 Darstellern und einem Sessellift nicht 1 1/2 Stunden Splatter, Grusel oder Spannung gefüllt werden können. Trotzdem ist mir das hier gebotene Füll-Blabla eindeutig zuviel.

Doch nicht alles ist so schlecht, wie es sich jetzt anhört. Die wenigen interessanten Szenen, die Spannung oder Ekel aufkommen lassen, sind wirklich gut gemacht. Beispiel: Angefrorene Hand. Zwar weiß man, was passiert ist und passieren wird, aber die letztendliche Auflösung ist einfach nur gut, bzw. eklig gut gemacht.

Trotzdem hat mich der Film nicht wirklich begeistert. Die Freunde handeln irgendwie nach Schema „Dumm“, wie man es aus vielen anderen Filmen dieser Art kennt. Wahrscheinlich stand folgendes im Drehbuch: „Ja, ich weiß, mit der anderen Lösung wärt ihr sofort gerettet, aber ihr macht das jetzt mal so, weil dann was tolles passiert.“

Hat euch Open Water gefallen? Dann riskiert vielleicht mal einen Blick. Nehmt ne Dose Bier in die Hand, setzt die Skibrille auf und macht euch einen Popcorn-Abend mit Frozen.

Bild

Das Bild ist insgesamt sehr grobkörnig und in dunklen Szenen sehr verrauscht. Ich traute meinen Augen bei einigen Nahaufnahmen nicht. Durch das ganze Rauschen waren z. B. Erfrierungen mal da, mal weg.

Die Schärfe lässt sich insgesamt als recht gut beschreiben. Die meiste Zeit hat man hier wirklich ein sehr hochauflösendes Bild vorliegen. Doch ziemlich oft schleichen sich schwache bis stärkere Unschärfen ein, bei denen ich mich schon fragte, woher die jetzt kamen..?!

Bei Farben und Kontrast gab es weniger Grund zur Beanstandung. Zwar spielt der Film zur Hälfte in der Nacht, kann aber trotzdem durch gute Kontraste überzeugen. Bei den Tagesszenen gefiel mir die sehr natürliche Farbwelt sehr gut.

Ton

Außer beim Schneesturm darf man soundtechnisch nicht viel erwarten. Zumeist werden die Frontboxen in Anspruch genommen, da es sich zu 90 % im Film fast ausschließlich um Textpassagen handelt. Diese werden allerdings sehr gut verständlich abgespielt. Um die Heimkinoanlage zu testen, ist Frozen eine schlechte Wahl. Für das Dargebotene im Film aber, denke ich, wurde das Beste rausgeholt.

Extras

Die Blu-ray bietet ein wunderbares Wendecover, mit dem man den kalten bläulichen FSK 16 Sticker im Inneren verschwinden lassen kann.

Das Menü ist recht einfach gehalten. Es leitet einen strikt durch die wenigen Auswahlpunkte und zeigt im Hintergrund diverse Filmszenen. Da hab ich schon besseres gesehen.

Das Bonusmaterial besteht aus einem „Making Of“ und ein paar Deleted Scenes. Die Deleted Scenes dürfen gerne deleted bleiben. Und das „Making Of“ namens „Beating The Mountain: Surviving FROZEN“ geizt leider etwas mit Insiderinfos, ist aber auch nicht wirklich unrelevant.

Fazit

Frozen gehört zu der Sorte Film, die das Wort „Geschmackssache“ als Genre tragen sollten. Mich hat der Film aufgrund des unnötigen Leerlaufs, sowie der eher schlechten schauspielerischen Leistungen gelangweilt.

Bild und Ton hingegen sind passabel und durchaus ausreichend für diese Produktion. Man kann die Blu-ray hier durchaus als High-Def-Medium erkennen. Die Extras sind, naja,…

Kurz: Einfach absolut Geschmackssache auf einer passablen Blu-ray.

Veröffentlichungstermin: 10.12.2010
Copyright: Universum Film GmbH

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan… Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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