Der letzte Tempelritter

Filmherum:3/53 von 5 Sterne von Dominik
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(2 votes, average: 3,50 out of 5)

Der letzte Tempelritter ist ein gutes Beispiel dafür, wie gut ein Film hätte sein können, wenn man ihn etwas anders gemacht hätte. Er ist genau dafür aber auch ein herausragendes Gegenbeispiel. Was ich meine? Na lest mal weiter…

Filmkritik

Nicolas Cage spielt gewohnt übertrieben und kupfert den tapferen Ritter gekonnt von vielen anderen Filmen dieser Art ab. Allerdings – das muss man zugeben – gefällt mir Cage hier besser als in vorhergehenden Cage-Flops. Doch auch seine Bemühungen retten den Film nicht ganz, der von Kopfklatschmomenten nur so durchsetzt ist. Die Hexenstory mag anfangs cool und relativ unverbraucht wirken, hätte aber hier und da ganz anders laufen können. Wenn ich eine Szene sehe, in dem 2 Wölfe auf Nicolas Cage zulaufen, er dann gefühlte 10 Minuten Zeit hat, sich zu überlegen, was er jetzt macht, obwohl die Wölfe nur noch 10 cm entfernt sind, und die darauffolgende Szene einem schlechten Videospiel entstammen könnte, dann weiß ich wo ich gelandet bin. Bei einem markant angereicherten Trashabenteuer.

Aber wisst ihr was? Der Film ist richtig gruselig! Er setzt gut getimte Schockeffekte ein und weiß deshalb auf eine abstruse Art und Weise zu gefallen!

Nichts Halbes und nichts Ganzes, aber trotzdem nicht schlecht. Den Film kann man als Genrefan problemlos einmal gesehen haben.

Bild

Das Bild ist zu fast jeder Zeit sehr gut und sehr kriselig, was natürlich auch bedeutet, dass sehr gute Schärfewerte vorhanden sind. Die Farben sind je nach aktuellem Filter im Film leuchtend stark oder eher gediegen. Aber: Trotz diverser Filtereinsätze und den vielen dunklen Szenen ist der Kontrast gut und das Bild fehlerfrei.

Ton

Richtig negativ am Ton ist eigentlich nichts, außer dem Soundtrackgeblubber, das nach einmal hören schon wieder aus dem Kopf ist. Die Effekte sind gut eingesetzt, die Surroundanlage hat hin und wieder etwas zu tun. Man darf hier keinen 1A-Sound erwarten, aber durchaus eine gelungene Abmischung mit wenigen Höhepunkten.

Extras

Das bedeutendste Extra für mich war das Wendecover. Von den wenigen Interviews oder gar dem Trailer kullern leider keine Freudentränen. Ich hatte gehofft, ein paar Punkte mit dem Menüdesign rauszuschlagen, aber dieses ist trotz gutem Grafikeinsatz relativ lieblos ausgefallen. Pandoras Extrabüchse sollte man hier besser geschlossen lassen.

Fazit

Den Film kann man durchaus mal gesehen haben. Ich möchte wetten, dass hier viele auf ihre Kosten kommen, auch wenn man über viele grob fahrlässige Fehler mit mehr als 2 geschlossenen Augen drüber hinwegsehen muss. Die Blu-ray jedenfalls macht technisch alles richtig. Ein tolles Bild mit gutem Ton. Nur die Minimausextras reissen keinen vom Hocker.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan… Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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