Cleanskin – Bis zum Anschlag (2012)

Filmherum:3/53 von 5 Sterne von Dominik
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„Cleanskin“ ist ganz anders, als ich erst dachte. Ist das schlecht? Nein, im Gegenteil!

Filmkritik

Erwartet hatte ich einen Actionfilm, bekommen habe ich die Charakterstudie eines Terroristen mit Sean Bean als Agent in der Nebenrolle. Denn obwohl er das Aushängeschild des Films ist, stellt Abhin Galeya den offensichtlichen Hauptdarsteller dar. Und genau das macht der relativ unbekannte Abhin Galeya richtig gut. Er ist der wohl sympathischste Bösewicht, der mir seit langem untergekommen ist und seine Charakterentwicklung ist gleichermaßen glaubhaft wie verstörend.

Bombenanschläge in London. Wer denkt bei Terrorakten nicht sofort an 9/11? Der Film greift das Thema ohne Samthandschuhe wieder auf und bringt dem Zuschauer die allgegenwärtige Gefahr näher. Absicht ist das aber nicht. Denn wie bereits erwähnt, möchte „Cleanskin“ darauf aufmerksam machen, wie man überhaupt zu so einem Terroristen wird, bzw. werden könnte. Und genau das hat in meinen Augen hervorragend funktioniert.

Der Film ist spannend bis zum Schluss, interessant, gut gemacht und toll besetzt. Allerdings konnte ich nicht immer alle Handlungen nachvollziehen. Die Frage ist nur, ob das überhaupt gewünscht ist? Letztendlich muss man ja nicht bis ins kleinste Detail verstehen, was einen Menschen zu solchen Taten bewegt. Oder etwa doch? „Cleanskin“ lässt diese Frage einerseits offen, beantwortet sie andererseits mit der Macht der Psychologie, die scheinbar – oder vor allem – auch bei sehr intelligenten Menschen funktioniert.

„Cleanskin“ ist nachdenklich machendes Kino für zu Hause.

Bild

Sehr auffallend, aber nur selten störend, ist das gut sichtbare Filmkorn. Dieses sorgt vor allem in dunkleren Szenen für etwas weichere Bilder. Ansonsten wird eine durchgehend gute Schärfe geboten. Stilmitteln haben wir es zu verdanken, dass die Farben leicht ausgebleicht wirken.

Ton

Nur äußerst selten gibt es Surround-Effekte zu bestaunen. Auch der unauffällige und monotone Soundtrack hält sich zurück. Die gesprochenen Texte sind klar verständlich, aber genau wie der Rest sehr frontlastig.

Extras

Ein Making of, kein Wendecover und eine extrem dicke Blu-ray-Hülle in einem Schuber, der ebenso mit einem FSK-Flatschen bedruckt ist. Ja, der Film ist kein Blockbuster, aber muss man dennoch an allen Ecken und Kanten sparen?

Fazit

„Cleanskin“ ist ein sehr interessanter und dadurch sehenswerter Film. Die Blu-ray hauptsächlich mit dem guten Bild punkten.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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