Cinderella (Diamond Edition) (1950)

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Filmherum:3.5/53.5 von 5 Sterne von Dominik
Besucher: 1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne 4,00 von 5 Sterne bei 2 Bewertung(en)

Erinnert ihr euch noch an das Mädchen, das ständig putzen musste und gequält wurde, dann aber in bester Happy-End-Manier den Prinzen bekam? Es war Aschenputtel, auch Cinderella genannt. Als ich mir gestern den Film auf Blu-ray ansah, musste ich erst einmal überlegen, wann ich den Film zuletzt gesehen habe. Könnte irgendwann zu Zeiten der Disney-Filmparade gewesen sein, in der Gummibär Gottschalk immer die Ansage machte. Aber irgendwie ist das ja auch egal. Jetzt erzähle ich euch erst ein bisschen etwas vom Film.

(Kurze) Filmkritik

„Cinderella“ ist ein uuuuuunglaublich kitschiges Märchen, das den Wunsch eines jeden Mädchens wahr werden lässt: Den Prinzen bekommen und heiraten. Mit meinen fortgeschrittenen Jährchen funktioniert das zwar immer noch, aber beileibe nicht mehr so gut wie früher. An diesem Film merkt man, wie Disney mit der Zeit ging. Sehe ich mir heute ein Disney-Märchen an, so turnt und klettert darin zum Beispiel der coole Flynn Rider mit Kinnbärtchen in „Rapunzel – Neu verföhnt„. Allerdings war Disney seit jeher bemüht, zumindest etwas erwachsenen Humor einfließen zu lassen, der damals in geringerer Dosis eingestreut wurde als heute. Dennoch musste ich des öfteren laut lachen, wofür vor allem die dämlichen Mäuse sorgten, die sozusagen den Fun-Faktor am Film darstellen.

Kurz und knackig: Der Film ist und bleibt für Kinder. Die Geschichte ist wunderschön, allerdings nicht mehr zeitgemäß.

Der alternative Anfang

Etwas, das sehr kritisiert wird, ist der alternative Anfang des Films, der mich ehrlich gesagt auch gestört hat. Dort wird nämlich gleich 2x erklärt, dass „Cinderella“ die Geschichte von „Aschenputtel“ ist und diese nur außerhalb Deutschlands so genannt wird. Dass dabei allerdings ihre ganze (teils tragische) Vorgeschichte entfällt, scheint nebensächlich zu sein. Der Film wird somit noch mehr verkindlicht und enthärtet, als er es eh schon war.

Bild

Brrrrrrrrr, lange habe ich keinen Film mehr in 1,33:1 gesehen. Wenn auf meinem Widescreen-Fernseher links und rechts schwarze Balken auftauchen, bin ich immer erst angehalten, zu prüfen, ob nicht etwas kaputt ist. Aber nein, der Fernseher ist heil, das Bildformat ist kastenförmig. Man sollte sich davon allerdings nicht abschrecken lassen, da innerhalb dieses Quadrats ein herrlich scharfes und fehlerfreies Bild zu erkennen ist. Vor allem die Figuren und Gegenstände im Vordergrund sehen fantastisch aus. Die Hintergründe sind teilweise etwas unscharf, bzw. sogar verschwommen. Das liegt allerdings am verwendeten Zeichenstil und nicht an einer Schwäche der Blu-ray. Insgesamt lässt sich also sagen, dass die Überarbeitung dieses über 60 Jahre alten Films großartig, und einer Blu-ray mehr als würdig ist.

Ton

Auch beim Ton gab man sich hörbar Mühe. Vor allem der Soundtrack ertönt aus allen Boxen und wirkt somit herrlich räumlich. Ein Problem hingegen sind die Stimmen, die allesamt doch sehr blechern und frontlastig klingen. Hier hätte vermutlich nur eine Neuvertonung geholfen, die in meinen Augen aber nicht richtig gewesen wäre. Vermutlich hat man das Beste aus dem vorhandenen Ausgangsmaterial rausgeholt, was allerdings einfach nicht reicht.

Extras

Das beste Extra der ganzen Blu-ray ist der Kurzfilm „Disney Rapunzel verföhnt, verlobt, verheiratet“, in dem das Pferd die Trauringe verliert und sich zusammen mit dem Chamäleon auf die Suche begibt. Ansonsten gibt es zahlreiche Extras, die bereits auf der DVD zu sehen waren und einige zusätzliche Boni, die insgesamt zwar sehenswert, aber irgendwie nichts besonderes sind. Ein Wendecover fehlt wie bei Disney üblich, dafür gibt es aber wieder einen netten Schuber, der allerdings ebenso mit einem FSK-Flatschen bedruckt ist.

Fazit

„Cinderella“ macht auf Blu-ray eine ausgesprochen gute Figur. Das Bild ist zwar im 4:3-Format, dafür aber perfekt restauriert. Der Ton hingegen ist die meiste Zeit blechern und die Extras punkten in meinen Augen nur mit dem neuen Kurzfilm.

Dominik

Genius, billionaire, playboy, philanthropist. Nearly.Mehr zu mir.

3 Responses

  1. maloney sagt:

    Ich mag den Film nicht! So ich habs gesagt

  2. Kim sagt:

    Wieso der Schuber nicht auch ohne FSK-Siegel auskommen kann -_-

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