Blue Steel (1989)

Filmherum:2.5/52.5 von 5 Sterne von Dominik
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(1 votes, average: 4,00 out of 5)

Blauer Stahl? Ich kenne nur blaue Bohnen. Regisseurin Kathryn Bigelow scheint das aber egal zu sein. Und so kam es vor vielen Jahren, dass der Film „Blue Steel“ mit Jamie Lee Curtis in der Hauptrolle gedreht wurde. Ein Cop-Thriller sollte es sein. Einer, der einen ganz besonderen Bösewicht im Auge hatte. Eigentlich einen Menschen wie du und ich, nur irgendwie ganz anders.

Filmkritik

Und dabei fing es so gut an. Megan hat die Polizeiprüfung bestanden, freut sich wie ein Käsekuchen, ballert dann aber während ihrer ersten Streife einen bewaffneten Schurken über den Haufen. So weit, so schlecht. Denn einer der Leute im Raum lässt die Tatwaffe mitgehen. Megan wird also suspendiert, da sie einen unbewaffneten Mann weggepustet hat, freut sich wenig später aber über einen bis dato unbekannten Mann, der sie zum Essen ausführt. Wenig später stellt sich heraus, dass genau dieser zahlreiche Morde mit der Tatwaffe begeht und Megan schaden will. Und warum das ganze? Hey, der Typ ist gestört! Dank seiner gespaltenen Persönlichkeit hat er sich selbst nicht im Griff. Und irgendwann, nach langer, langer Wartezeit kommt es dann zum seltsamen Showdown.

„Blue Steel“ punktet mit einem guten Anfang, einer glaubwürdigen Jamie Lee Curtis und einem verrückt-genialen Ron Silver, der eh ständig Bösewichte spielt. Das war es dann aber auch schon. Bis zur Mitte des Filmes ist ganz klar, wer der Mörder ist. Und um ehrlich zu sein, war es auch so gewollt, dass der Zuschauer es weiß. In der letzten Hälfte geht es dann eigentlich nur noch darum, wie man den Geistesgestörten hinter Gitter bringt oder einfach nur umbringen kann. Blöd: Dafür fehlen zumeist die Tatwaffe oder belastende Beweise.

Puh, wie das nervt. Ein hin und her ist das. Mal taucht der Schurke wieder auf, knallt jemanden ab und ist wieder weg. Dann taucht er wieder bei ihr auf, sie kann ihm aber nichts anhaben. Dann knallt er ihre beste Freundin ab, woraufhin sie wieder nichts machen kann. Zum Ende hin darf sie ihn aber dann doch einfach so abknallen. Warum das Ganze? Weil es im Drehbuch steht. Und das Problem am scheinbar versöhnlichen Ende? Es wirkt wie ein psychedelischer Trip. Da wird in der U-Bahn und auf offener Straße geballert, beide werden angeschossen und er sogar überfahren. Aber was ist dann? Richtig, er steht in bester Terminator-Manier auf, als wäre nichts geschehen. Stirn -> *klatsch!*

Das Wort ist schon einmal aufgetaucht, hier ist es wieder: „Blue Steel“ nervt. Irgendwie ist die Geschichte zwar interessant, aber keinesfalls gut ausgearbeitet. Was bleibt, ist ein seltsamer Cop-Thriller, der sich irgendwo zwischen (oder hinter) unzähligen und ähnlichen Filmen eingliedert.

Bild

Das Bild ist extrem grobkörnig und weist auch immer einmal wieder Verschmutzungen auf. Den extremen Blaustich haben wir wohl dem Titel zu verdanken. Dafür ist aber die allgemeine Bildschärfe oftmals gut und ganz klar besser als die Präsentation auf DVD. Dennoch fehlt hier und da der Feinschliff.

Ton

5.1 HD-Sound? Wo? Ja, der Ton ist klar, aber von Räumlichkeit keine Spur. Höchstens während des Helikopterflugs dröhnt das unbequeme Rotoren-Sirren durch den Raum. Das war’s dann aber auch schon. Da sich so ziemlich alles, inkl. Soundtrack, im vorderen Bereich abspielt, bin ich natürlich leicht enttäuscht, auch wenn dort vorne so ziemlich alles passt.

Extras

Puh, Arbeit erspart. Man hat es tatsächlich geschafft, den Trailer mit auf die Scheibe zu lasern. Und sonst? Das Menü ist extrem schwach. Sonst nichts? Nein.

Fazit

„Blue Steel“ mag man oder nicht. Ich mag ihn nicht. Der Film ist mir zu vorhersehbar und letzten Endes zu dämlich. Die Blu-ray bietet ein zwar grobkörniges, dafür aber zumeist relativ scharfes Bild. Der Ton ist leider nicht so räumlich, wie er es sein sollte und die Extras fehlen komplett.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan… Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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1 Response

  1. donpozuelo sagt:

    Ja, so ganz klar kam ich mit dem Film auch nicht.

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