Black Dynamite

Filmherum:4/54 von 5 Sterne von Dominik
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Zuerst: Was ist Black Dynamite? Der Film ist eine Hommage an die guten alten Blaxploitation-Filme aus den 1970ern. Ich erlaube mir kurz aus Wikipedia zu zitieren:

Blaxploitation (auch Black Exploitation) ist ein US-amerikanisches Filmgenre mit Blütezeit in den 1970er-Jahren. Der Name ist ein Kofferwort aus black, dem englischen Wort für schwarz und Exploitation, die Bezeichnung für ein Filmgenre mit Billigproduktion und expliziten Darstellungen. Der Begriff bezieht sich auf Exploitationfilme, die aus der Sicht von Afroamerikanern gedreht wurden.

Story

Nachdem „The Man“ seinen Bruder getötet hat, ist der Ex-CIA-Agent und Vietnam-Veteran Black Dynamite stinksauer. Als der Obergangster noch dazu gepanschten Malt-Liqueur vertreibt und Smack an die Kinder der Straße vercheckt, platzt ihm endgültig die Hasskrawatte. Und das heißt bei Black Dynamite absolut nichts Gutes. Er beschließt kräftig aufzuräumen! Und Black Dynamite wäre nicht Black Dynamite, wenn er das nicht mit seinem perfekten Kung-Fu und aller Waffengewalt regeln würde. Dabei deckt er eine Verschwörung unvorstellbaren Ausmaßes auf, der nur Black Dynamite gewachsen sein kann… Ein echter Held, der Beschützer der Straße, ein schwarzer Ritter! Klar, dass ihm auch die Frauen scharenweise zu Füßen liegen…

Filmkritik

Kennt ihr noch Michael Jai „Auf die Fresse“ White? Mehr bekannt für mittelprächtige B-Movies und Filme, die sich durch seinen markant vorhandenen einzigartigen und vor allem auch einzigen Gesichtsausdruck ins Gehirn brennen? Ich hätte es ja kaum für möglich gehalten, aber als Black Dynamite ist er mir so richtig ans Herz gewachsen. Und das natürlich nicht nur wegen seiner beeindruckenden Kung-Fu Künste, seinem umwerfenden Aussehen, der charmanten Rotzbremse oder seinem gestähltem Körper! Black Dyn… äh, entschuldigung, Michael Jai White ist der geborene Blaxploitation-Darsteller. Unerträglich cool, unfassbar dämlich und natürlich von den Frauen geliebt! Denn wie es sich für einen Film dieses Genres gehört, gibt es Versprecher, reinhängende Mikros, schlechte Spezialeffekte, jede Menge Kung-Fu, nackte (Achtung, FSK16!) Titten und Ärsche und schlechte Comedy. Und das auf solch eine faszinierende Art schlecht, dass es einfach schon wieder verdammt witzig ist!

Das furchtbarste daran ist, dass man den Film mehrere Male ansehen muss, bis man alle extra schlecht gemachten Details ausmacht. Ich habe diverse Szenen vor- und zurückgespult, nur um festzustellen, dass ja da im Hintergrund auch was (bewusst) lächerliches abläuft.

Black Dynamite: Ein Film, der die ganze Blaxploitation-Szene gehörig auf den Arm, und sich selbst nicht ernst nimmt. Michael Jai White als äußerst sympathischer B-Movie-Darsteller, erstklassige Musik und viele brachial geile Ideen, die aber oft erst beim 2. Mal Ansehen auffallen. Einfach herrlich! Keine Lachgranate wie „Die nackte Kanone“, aber für den aufmerksamen Zuschauer endlich mal wieder ein Geheimtipp!

Bild

Wie es sich für einen Blaxploitation-Film gehört, gibt es bei Black Dynamite vor allem eines: Ein extrem schlechtes Bild. Unschärfen, heftiges Rauschen, Bildfehler, usw. usw. Eine Bewertung fällt hier äußerst schwer, da das Bild bewusst schlechter gemacht wurde. Allerdings gibt es hin und wieder Szenen, in denen das heftige Rauschen zurückgedreht wird und der Schärfewert steigt – schon fast einer Blu-ray würdig.

Eine Wertung bleibt hier trotzdem aus. Vermutlich reicht diesmal auch die DVD. (Black Dynamite hätte wohl zur kultigen Super 8 Kassette gegriffen..!)

Ton

Wie bereits oben erwähnt, gibt es geniale und passende Musik, die das Feeling des Films sehr positiv beeinflusst. Auf den Boxen klingt das gut! Die Schüsse z. B. klingen teilweise eher blechern. Doch das mag wohl wieder an der Art des Films liegen. Die Stimmen jedenfalls sind fast zu jederzeit gut verständlich. Insgesamt kann man hier wohl schon wieder eine Wertung vergeben.

Extras

Bei den Extras wurde nicht gespart. Zwar darf man auch hier keine HD-Inhalte erwarten, aber immerhin viele Deleted Scenes, mit teilweise noch mehr Girls und Brüsten. Vor allem „Der Zaubertrick“ ist sehr empfehlenswert! 😉 Die Featurettes „Lighting the Fuse“ und „The Comic-Con Experience“ sind überwiegend Bla Bla, brachten mir den Film aber ein ganzes Stück näher. Fehlen darf natürlich nicht der obligatorische Trailer, sowie BD-Live Inhalte, an die man mit einem internetfähigem Blu-ray Player kommt. Hier hat mir die Ausstattung sehr gut gefallen!

Übrigens: FSK-Flatschen ade! WENDECOVER IST DABEI!

Fazit

*sing* Dynamite, Dynamite… Wenn Black Dynamite den Raum betritt, wird es cool – nein – SUPERCOOL! Der Film ist blöd, und deshalb gut! Die vielen kleinen Filmfehler, das schlechte Bild, die schlecht agierenden Darsteller oder die noch schlechteren Schnitte – Black Dynamite ist ein wirklicher Geheimtipp!

P. S. Wie oft habe ich eigentlich das Wort „schlecht“ für diesen guten Film verwendet..?

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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1 Response

  1. indiefreak sagt:

    Eigentlich halte ich relativ wenig von diesen Spoof-Comedys. Trotzdem werde ich wohl kaum bei so viel positivem Feedback den Film missen können 😉

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