Act of Valor (2012)

Filmherum:4/54 von 5 Sterne von Dominik
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1,00 von 5 Sterne (1 Bewertung(en))

„Act of Valor“ wird immer gerne damit beworben, dass echte Navy-SEALs die Hauptrollen in einem Film übernommen haben. Sie bekamen etwas Schauspielunterricht und zeigen, was sie im Gefecht drauf haben. Das klingt gut und klang vor allem auch damals schon gut, als ich mich ärgerte, dass ich es nicht ins Kino geschafft habe. Ein Glück, dass es ein Medium namens Blu-ray gibt, das mir offenbarte, dass der Film,… ach, lest einfach mal weiter.

Filmkritik

Die Geschichte ist erfunden, basiert aber auf wahren Einsätzen, bzw. verknüpft einige miteinander, indem ein kontinental übergreifender Terrorakt als Aufhänger dient. Der Oberschurke wird im Gegensatz zu den SEALs nicht von einem echten Terroristen verkörpert, sondern von einem Schauspieler. Wäre sonst auch merkwürdig, oder? Aber noch mehr Realität hätte dem Film vermutlich eh nicht gut getan. Was ich damit meine? Unter anderem, dass die Einsätze zwar sehr authentisch scheinen, dadurch aber irgendwie auch langweilig. Wobei man dieses „langweilig“ im Zusammenhang mit Hollywood-Kriegsfilm-Produktionen sehen muss. Denn wo es z. B. in „Windtalkers“ unablässig und gerne auch übertrieben kracht, ist hier Ruhe und Präzision angesagt. Vermutlich wie im wahren Leben. Ich war zwar beim Bund, kann es aber nicht bestätigen. Dafür reichen 3 Monate Grundausbildung trotz EPA und Co. nicht aus. 😉

Die schauspielerische Leistung der SEALs ist beinahe beeindruckend. Wenn sich die Amateur-Schauspieler in „Act of Valor“ unterhalten, dann wirkt das vielleicht nicht besonders professionell, aber immerhin glaubhaft. Es wirkt, als würdest du mit deinem besten Kumpel in der Bar sitzen, ein Bierchen trinken und über Sport reden. Was hingegen etwas stört, ist oftmals die Gleichgültigkeit, mit der die SEALs an die Sache rangehen. Einem Kameraden wird das Auge raus geschossen? Naja, passiert. Es mag im echten Einsatz vielleicht auch wirklich so sein, aber für einen Film hantierte man mit dieser und ähnlichen Situationen etwas zu oberflächlich.

Das genialste am Film sind ganz klar die Actionszenen, die – wie bereits erwähnt – authentisch wirken und zu fesseln wissen. Dazu trägt vor allem auch der Sound bei, der einem durch seinen genialen räumlichen Einsatz das Gefühl gibt, mitten im Krieg zu sein. Da zischen Kugeln vorbei, Äste knacksen oder MGs ertönen mit ihrem furchteinflößendem Klang. Doch selbst bei der sonst überzeugenden Action gibt es einen kleinen Kritikpunkt: Die Egoshooter-Perspektive. Wenn ich hinter einem Gewehr herlaufen möchte, lege ich „Modern Warfare“ in der Playstation ein oder gehe an den Schießstand. Im Film wirkt das leider immer etwas lächerlich, vergleiche auch (das Disaster) „Doom“.

Was bleibt? „Act of Valor“ ist ein guter, sehenswerter und oftmals auch mitreißender Actionfilm, der glücklicherweise NICHT im Patriotismus erstickt. Ich hatte trotz einiger, nicht unwesentlicher, Kritikpunkte durchaus meinen Spaß.

Blu-ray

Bild

Da das Bild die meiste Zeit schön scharf ist und dadurch plastisch wirkt, möchte ich nur auf die seltenen Makel eingehen. In einigen dunkleren Szenen, sowie in wenigen Großaufnahmen, wirkt das Bild etwas weicher. Zudem ist vor allem in den dunklen Bereichen ein bestimmendes Filmkorn zu erkennen – merkwürdiger-/glücklicherweise aber nicht immer. Die Farben wirken etwas blass, was allerdings gut zum bedrückenden Gesamtbild des Films beiträgt.

Ich muss dazu erwähnen, dass ich auf relativ hohem Niveau meckere. Die Fehler sind zwar offensichtlich, aber zu keiner Zeit störend. Insgesamt handelt es sich um ein sehr hochwertiges Bild, das einen Kauf der Blu-ray auf jeden Fall rechtfertigt.

Ton

Das Sahnehäubchen! Wie bereits in meiner Filmkritik erwähnt, wäre der Film ohne diesen grandiosen, räumlichen Ton nicht halb so gut. Hier zischen Kugeln vorbei, Explosionen bieten den nötigen Wumms und in Häuserkämpfen bekommt man selbst Angstzustände, wenn es hinter einem urplötzlich knackst. Volle Punktzahl, nicht zuletzt aufgrund des zwar schnell vergessenen, aber zur jeweiligen Situation passenden Soundtracks und der gut ausgewählten deutschen Synchronstimmen.

Extras

  • Making Of
    Das Making of ist zwar relativ kurz ausgefallen, bietet aber dennoch einen gelungenen – obgleich sehr oberflächlich gehaltenen – Einblick in die Entstehung des Films.
  • Deleted Scenes
    In meinen Augen sind ein oder zwei Szenen dabei, die im Film nicht gestört hätten.
  • Real Bullets, Real Subs, Real SEALs, Real Tactics, Silent Warriors
    Hierbei handelt es sich um mehrere kleine Featurettes, die sozusagen das Making of ergänzen und weitere, tiefere Einblicke in die Entstehung des Films geben. Mit den Featurettes hatte ich bedeutend mehr Spaß, als mit dem Making of. Zudem muss erwähnt werden, dass die SEALs ziemlich sympathische Kerle sind, denen ich unter Extrembedingungen allerdings nicht begegnen möchte. 😉

Das weiteren finden sich auf der Blu-ray Interviews mit Cast & Crew, Musikvideos, Trailer und ein Audiokommentar der Regisseure Mike McCoy und Scott Waugh. Die Auswahl ist gelungen, das Menü ist schick anzusehen und ein Wendecover gibt es auch. In diesem Sinne, rühren Soldat!

Fazit

„Act of Valor“ ist nicht perfekt, aber für Fans des Genres definitiv sehenswert! Die Blu-ray überzeugt mit dem fantastischen Ton, einem sehr guten Bild, sowie interessantem Bonusmaterial. Zugreifen? Ja, Sir!

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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1 Response

  1. mr. stone sagt:

    Furchtbar dämlicher Propaganda-Stinker mit mittelmäßigem Bild und sehr gutem Sound.

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